Wohnhaus
Gutenbergstraße 19 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6263 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gutenbergstraße 19, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1887 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.10.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1887 erbaut. 3 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit neuerer Gaube. Zweifarbige Klinkerfassade mit sparsamen Gliederungen. Sockel verändert, Haustür verändert, Fenster verändert. Rückseite und Anbau backsteinsichtig, mit sparsamen Gliederungen über den Fenstern; Fenster verändert. Im Innern original erhalten: Laibung der ehemals das Vestibül abschließenden Flügeltür (Tür entfernt); Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten. Großer Keller mit kappenartigen Gewölben und Backsteinboden. Nicht zum Denkmal gehört: eingeschossiger Anbau am Grundstücksende.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Stadtteil Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Gutenbergstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört zu den ab den späten 80er Jahren im stadtnahen Bereich von Ehrenfeld erschlossenen Straßenzügen, die mit ihrer individuell gestalteten Bebauung das Nebeneinander der damals dort ansässigen unterschiedlichen Sozialschichten veranschaulicht. Es vertritt das für Köln typische Dreifensterhaus auf L-förmigem Grundriß und mit Eingang in der Seitenachse, das, ausgehend von der Kölner Altstadt, ab den späten 70er Jahren auch in den Außenbezirken Verwendung fand. Mit seiner sparsam gegliederten, zweifarbigen Klinkerfassade repräsentiert es eine gerade an der Gutenbergstraße häufiger anzutreffende Gestaltungsvariante. Sie verrät den noch vorhandenen Einfluß der vorstädtischen Bebauung und weist darüber hinaus auch mit diesem der Fabrikarchitektur nahestehenden Erscheinungsbild auf den niedrigeren Sozialstatus der damaligen Bewohner hin. Als Beispiel für die um die Zeit der Eingemeindung errichtete schlichtere Wohnbebauung wird das o. g. Objekt daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0