Wohnhaus
Gutenbergstraße 26 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6465 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gutenbergstraße 26, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 07.05.1992 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Um 1890 erbaut; Architekt Friedrich Wilhelm Schumm. 3 Geschosse, 4 Achsen (linke Achse nach Kriegsbeschädigung instandgesetzt), ausgebautes Dachgeschoß. Fassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Flämische Renaissance; Mittenbetonung durch erkerartige Wandvorlage; EG in Fugenschnitt. Fenster teilweise original, Haustür verändert.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Stadtteil Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Gutenbergstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört zu den ab den späten 80er Jahren im stadtnahen Bereich von Ehrenfeld erschlossenen Straßenzügen. Sie veranschaulicht mit ihrer individuell gestalteten Bebauung das Nebeneinander der damals dort ansässigen unterschiedlichen Sozialschichten. Das Gebäude ist eins der wenigen qualitätvollen Zeugnisse der historischen Bebauung. Es bildet ein Ensemble mit dem Haus Nr. 30, von dem es sich jedoch durch seine mit Stuck bereicherte, in Anklängen an die Flämische Renaissance gestaltete Klinkerfassade abhebt. Hier wird erkennbar, daß Einflüsse der innerstädtischen Architektur in der vorstädtischen Bebauung bereits kurz nach der Eingemeindung Fuß faßten. Das Gebäude belegt somit auch die architektonische Entwicklung des Stadtteils. Als Beispiel für die gehobene Ehrenfelder Wohnbebauung und ihre spezifische Ausprägung wird es daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0