Wohnhaus
Försterstraße 21 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6264 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Försterstraße 21, 50823 Köln |
| Baujahr | 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.10.1991 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1905 erbaut. 3 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit zwei Gauben. Putzfassade mit Stuckgliederungen im Jugendstil. EG verändert, Fenster verändert, Haustür neueren Datums. Rückseite: verputzt; Fenster verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen und schwarzer Rahmung, Wandstuck, Deckenstuck; als Vestibülabschluß Stützbogen mit Stuck; im Flur Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen und schwarzer Rahmung; Hoftür; Steintreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten, Zwischenpodeste in Terrazzo mit Mosaikkante und schwarzer Rahmung; im Vestibül, Flur und gesamten Treppenhaus außerdem Linkrustatapete mit Profilleistenabschluß (an einigen Stellen ausgebessert; im Vestibül Leiste neueren Datums); ehem. Toilettentüren auf halber Geschoßhöhe. Nicht zum Denkmal gehören: 1 bis 2geschossiger rückwärtiger Anbau sowie an diesen anschließender eingeschossiger Anbau.
In dem ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung zu Altehrenfeld erschlossenen Neuehrenfeld zählt die Försterstraße als Verbindung zwischen Lenauplatz und Ottostraße zu den ersten Siedlungsansätzen. Der in großen Teilen erhaltene Straßenzug gehört zu dem von Franz Zilkens vornehmlich an wohlhabendere Kreise veräußerten Bereich Neuehrenfelds. Das o. g. Objekt bildet den Endpunkt eines noch geschlossen erhaltenen Ensembles (Nr. 11 bis Nr. 21). In seiner Fassadengestaltung präsentiert es die für diesen Stadtteil typischen flächigen Dekorationselemente des späten Jugendstils, die jedem Haus des Straßenzugs seinen ganz eigenen Charakter verleihen. In der strengen Gliederung wird bereits der nachfolgende Neuklassizismus faßbar, so daß das Gebäude auch als Hinweis auf die architektonische Entwicklung des Vororts betrachtet werden kann. Trotz der im Lauf der Jahre vorgenommenen Veränderungen wird es daher zu einem wichtigen Dokument für die Gestaltungsvielfalt der Neuehrenfelder Architektur im frühen 20. Jahrhundert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0