Wohnhaus
Eichendorffstraße 37 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6372 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Eichendorffstraße 37, 50823 Köln |
| Baujahr | 1911 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.01.1992 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
1911 erbaut, Architekt Hermann Mohr. 3 Geschosse, 5 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit breitem mittigen Giebelhaus und zwei Gauben; Betonung der Mittelachse durch flache Wandvorlage und Dekorationselemente. Neoklassizistische Putzfassade (im EG verändert) mit Stuckdekorationen und Reliefs, Haustür verändert, Fenster erneuert, Treppenhausfenster original. Vorgarten mit Einfriedungsmauer.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Stadtteil Neuehrenfeld wurde ab der Jahrhundertwende als eine Art Stadterweiterung von Ehrenfeld aus erschlossen. Die von der Annakirche aus als Wohngebiet für gehobene Ansprüche angelegte Eichendorffstraße dient der Verbindung zum Ehrenfeldgürtel bzw. zum Lenauplatz. Sie gehört zu den frühen Dokumenten der Wohnbebauung und hat wie kaum ein anderer Straßenzug in diesem Bereich ihren ursprünglichen Charakter bewahrt. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil des jüngeren Straßenabschnitts zwischen Ehrenfeldgürtel und Lenauplatz, der in den von der "Ehrenfelder Arbeiterwohnungsgenossenschaft" (heute: "Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Ehrenfeld GmbH") besiedelten Wohnbezirk übergeht. Dieser Bereich wird vornehmlich von größeren Mietwohnhäusern geprägt, die einen Überblick über die damals vorherrschenden Stilvarianten geben und mit denen man dem erhöhten Bedarf an Wohnraum im frühen 20. Jahrhundert entgegenkam. Das nach Entwürfen von Hermann Mohr, dessen markante Bauten das Erscheinungsbild Neuehrenfelds noch heute prägen, errichtete Gebäude wurde nach Kriegsbeschädigung in den 50er Jahren wieder instandgesetzt. Trotz der teilweise veränderten Fassade wird die für diesen Architekten typische Handschrift - die strenge, mit sparsamen Dekorationselementen versehene Gliederung und die deutliche Mittenbetonung - deutlich faßbar. Es trägt somit dennoch zum Verständnis der spezifischen Neuehrenfelder Architektur und des Werks eines für diesen Stadtteil bedeutenden Architekten bei und wird daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0