Wohn- u. Geschäftshaus
Händelstraße 35 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6437 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Händelstraße 35, 50674 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 02.04.1992 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Erbaut um 1895, 4 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit 3 originalen Gauben, Putzfassade mit Stuckgliederungen im Stil des Historismus, Fenster verändert, Haustür weitgehend original. Rückseite und seitlicher Anbau größtenteils backsteinsichtig (teilweise verändert), Fenster und Tür verändert. Im Innern original erhalten: in Vestibül, Flur (EG) und Ladenlokal weitgehend Terrazzoboden (mit Inkrustierung). Nicht Bestandteil des Denkmals sind die beiden neueren 1geschossigen Anbauten im Hinterhof.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringstraße zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße das sogenannte "Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. Von der im wesentlichen um 1895 errichteten Erstbebauung der Händelstraße hat sich ein großer Teil erhalten, so auch das in dieser Zeit entstandene Haus Nr. 35. Das Gebäude, in dem sich bereits zu Beginn dieses Jahrhunderts eine Kolonialwarenhandlung befand, hebt sich durch eine reich mit Stuckdekor im Stil des Historismus gegliederte Putzfassade besonders hervor. Betont wird hierbei auch das Traufgesims, das einen aus einem Rankenmotiv bestehenden Fries aufweist. Das darüberbefindliche Dachgeschoß verfügt noch über die drei originalen, ebenfalls künstlerisch gestalteten Gauben. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble wird das o. g. Objekt somit zum unverzichtbaren Dokument, welches den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0