Wohnhaus
Haydnstraße 11 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6461 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Haydnstraße 11, 50935 Köln |
| Baujahr | 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.04.1992 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Erbaut 1912 von Architekt Paul Pott im Landhausstil, freistehender Bau an der Ecke zur Max-Bruch-Straße, 1 Geschoß und 3geschossiges Dach (2 Geschosse davon ausgebaut), Putzfassade, Hauptfront mit Kollonade und giebelbekröntem Dachhaus, Schopfwalmdach mit Biberschwanzeindeckung, 2 neuere Gauben; Fensteröffnungen im straßenseitigen Giebel und EG z. T. verändert, Fenster größtenteils stilähnlich erneuert. Linke Seitenfassade: Hauseingang mit Steintreppe, erkerartigem Vorbau und von geschnitzter Konsole gestützter Überdachung, Fenstererker im 2. Giebelgeschoß, Fensterläden; Haustür und Fenstergitter (EG) original. Rechte Seitenfassade: flacher Erker im EG. Rückfront (verändert): 2 Geschosse und Giebelgeschoß, Risalit, neuerer Vorbau im EG (ursprgl. nur Wintergarten), Terrasse. Im Inneren original erhalten: Marmorboden im Vestibül, Kamin und Parkettböden im EG; Fliesenboden, Eingangssituation zur Einliegerwohnung und einige Türen im Souterrain. Bestandteil des Denkmals sind auch die Gartenanlage mit Vorgarten und die z. T. originale Grundstückseinfriedung.
Lindenthal wurde 1888 dem stadtkölnischen Gebiet eingemeindet. Der Vorort, der ab 1846 für Wohnbebauung erschlossen wurde, entwickelte sich aufgrund günstiger Bodenpreise und nur vereinzelt vorhandener Industriebetriebe zu einem - neben Marienburg und später Braunsfeld - der bevorzugten Wohngebiete für wohlhabende Kölner Bürger. Vor allem in der Umgebung des Stadtwaldes erfolgte eine Wohnbebauung, die ihren Höhepunkt kurz nach der Jahrhundertwende hatte. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil der Haydnstraße, einer unmittelbar am Stadtwald verlaufenden Straße, die erst relativ spät mit repräsentativen Wohnhäusern bebaut wurde. Zusammen mit dem Nachbarhaus - Haydnstr. Nr. 7-9 - bildet das Haus Nr. 11 ein Ensemble, erbaut von dem Architekten Paul Pott, welches seine Stilentwicklung von den 10er bis zu den 20er Jahren beispielhaft ablesbar macht. Die Tatsache, daß es in Bauzeitschriften der Zeit publiziert wurde, ist ein Beweis für die Wertschätzung, die es schon zur Erbauungszeit erfahren hat. Da der Vorort durch seine Lage in der Einflugschneise der Bomber im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört worden ist, gehört das Haus zu den wenigen erhaltenen Bauten, die den ursprünglichen Charakter und einstigen Ruf dieses Stadtteils als vornehmer Wohnort dokumentieren und ist somit trotz Veränderungen - 1937 erfolgte der Umbau zu einem Mehrfamilienhaus - unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0