Wohnhaus
Max-Bruch-Straße 6 · Lindenthal
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1068 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Max-Bruch-Straße 6, 50935 Köln |
| Baujahr | um 1911 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.08.1982 |
| Stadtteil | Lindenthal |
Der Gebäudekomplex Max-Bruch-Straße 4, 6, die Wohnhäuser des ehemaligen Oberbürgermeisters und späteren Bundeskanzlers, Dr. Konrad Adenauer, wurden in mehreren Bauphasen errichtet.
Der mittlere Abschnitt, Haus Nr. 6, entstand 1911 und weist sich aus durch fünf Achsen, zwei Geschosse und ein hohes Mansarddach. Rechts neben der Eingangstüre befindet sich ein eingeschossiger, zweiachsiger, runder Vorbau. Zu erhalten sind u.a. folgende Details:
Außen: Mauer mit Lattenzaun, Garteneingangstor mit Laternen, Eulenemblem über der Haustüre, Schlagläden, Sprossenfenster, Schieferdach.
Innen: Eingangsbereich mit gesamtem Treppenhaus, sämtliche Wohnungseingangstüren; im Erdgeschoß die kassettierte Holzwandverkleidung, Parkettfußboden, Marmorkamin, kassettierte Stuckdecken.
Im Jahr 1926 ließ Dr. Adenauer, der seit 1911 in dem Gebäude Nr. 6 wohnte, einen dem Stil der fortgeschrittenen Zeit entsprechenden Anbau errichten. Jenes neue Gebäude (Nr. 4) besitzt sechs Achsen und zwei Geschosse.
Rückwärtig ist vor allem die in den Garten ragende, überdachte Veranda (mit zwei tragenden Pfeilern) hervorzuheben. Auch die Einrichtung des großen, im Erdgeschoß liegenden Wohnraums ist noch komplett überliefert (hölzerne Wandverkleidung, schwarzer Marmorkamin, Parkettfußboden, kreisförmig stuckierte Decke). Am Äußeren sind zu erhalten die originalen, expressionistischen Gitter und der Eingangsbereich.
Als Wohnhäuser des ehemaligen Oberbürgermeisters der Stadt Köln und des Präsidenten des preußischen Staatsrats Dr. Konrad Adenauer besitzen die Häuser Max-Bruch-Straße 4 - 6 einen unübersehbaren, historischen Wert. Dieser, für Deutschlands Geschichte zu einem wichtigen Symbol gewordene Mann, bewohnte die Gebäude in der Zeit von 1911 bis 1933. Der Wohnhauskomplex ist deshalb als ein historisches Denkmal zu verstehen, das es unbedingt zu erhalten gilt.
Diese halbvillenartige Gebäudegruppe an der Ecke zur Dürener Straße bildet einen ästhetischen Gegenpol zu den meist phantasielosen, nach dem Krieg errichteten Wohnhäusern der Straße. Städtebaulich ist die Erhaltung des Komplexes daher von großem Interesse.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0