Wohnhaus

Max-Bruch-Straße 8 · Lindenthal

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2823
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Max-Bruch-Straße 8, 50935 Köln
Baujahrum 1910
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 07.03.1985
Stadtteil Lindenthal

Erbaut um 1910. 2geschossige Doppelhaushälfte mit stark gegliedertem Mansarddach, 5achsige Straßenfassade, drei Fensterachsen leicht vorgezogen und übergiebelt; zum Nachbarhaus hin schmale Doppelachse, im 1. OG durch Rechteckfenster zusammengezogen; im gesamten EG raumhohe Rundfenster mit ornamentierten Brüstungen; im 1. OG Rechteckfenster mit Kreuzstock und Sprossenteilung, Klappläden; im Giebelgeschoß Rundbogenfenster mit Klötzchenfries im Brüstungsfeld sowie ovales Dachfenster. Gartenseite: Gesamte 2geschossige Gartenfassade übergiebelt; vorspringender Wintergarten mit Austritt im EG, darüber Erker mit kleinem sep. Mansarddach und Dachfenster; Balkon; im EG hohe vertikal geteilte Rechteckfenster, Oberlicht mit Sprossenteilung; im OG Rechteckfenster mit Sprossen; 1. und 2. Giebelgeschoß mit gekoppelten Rechteckfenstern; Eingangsseite: überdachter Eingang mit flankierenden Mauerstreifen, über dem Türoberlicht florale Putzornamente; über Vordach kleines Rechteckfenster mit seitlichen fensterbreiten Putzornamentstreifen; Zwerchhaus mit zwei Rechteckfenstern, in der Mitte lineares Putzornament; dreiteilige Treppenhausfenster; Giebel mit Kranzgesims und Fruchtschale im Giebelfeld.

Lindenthal war schon vor der Eingemeindung nach Köln wegen der fehlenden Industriebetriebe eines der bevorzugten bürgerl. Wohnquartiere. Die Villenbebauung erreichte nach der Anlage des Stadtwalds (1895 - 1898) kurz nach der Jahrhundertwende ihren Höhepunkt. Die Doppelhaushälfte Max-BruchStraße 8 ist ein Bestandteil dieser nur noch in Bruchteilen erhaltenen Villenbebauung. Durch die reiche architektionische Durchbildung und die zurückhaltend gestaltete Putzornamentik wird das Objekt zu einem guten Beispiel für die großbürgerliche Bautätigkeit in diesem Stadtteil um 1910. An der Erhaltung und Nutzung des Gebäudes als Bestandteil des Ensembles in der Max-Bruch-Straße besteht aus städtischen Gründen ein öffentliches Interesse.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0