Wohnhaus
Filzengraben 19 · Altstadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6651 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Filzengraben 19, 50676 Köln |
| Baujahr | um 1890 bis 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.10.1992 |
| Stadtteil | Altstadt/Süd |
Erbaut um 1890-95, 3 Geschosse, Souterrain, ausgebautes Dachgeschoß mit 3 neueren Gauben, 3 Achsen, Mittelerker auf trapezförmigem Grundriß mit biberschwanzgedecktem Dach, Werksteinfassade mit Gliederungen in Anklängen an die Neurenaissance, Fenster größtenteils in Anlehnung an den ursprünglichen Zustand erneuert (Fenster in den OGs als Kreuzstockfenster), Souterrainfenster mit originalem schmiedeeisernem Fenstergitter, portalartig ausgebildete Eingangssituation mit neuerer Haustür. Rückseite verputzt und mit neueren Balkonen, Fenster und Türen verändert. Im Innern original erhalten: im Vestibül Terrazzoboden mit Mosaikeinlagen; Marmortreppe (durch neueren Belag verändert) mit schmiedeeisernem Geländer; schmiedeeisernes Geländer an der Wand (am Treppenabgang zum Souterrain). Nicht Bestandteil des Denkmals ist der rückwärtige 2geschossige Anbau mit dem Wintergarten.
Der Filzengraben, vom Mühlenbach zu Am Leystapel verlaufend und nach den hier im Mittelalter ansässigen Filzerern benannt, war ehemals von patrizischen Bauten - etwa dem Zunfthaus der Faßbinder von 1537 - geprägt. Von der historischen Bebauung haben sich hier - neben der Trinitatiskirche - nur noch das ehemalige Weinhaus Buhr (Nr. 43) und das o. g. Objekt erhalten. Das um 1890-95 errichtete bürgerliche Wohnhaus weist eine aufwendig gestaltete Werksteinfassade mit Gliederungen in Anklängen an die Renaissance auf. Dabei wird das 1. OG durch den biberschwanzgedeckten Mittelerker auf trapezförmigem Grundriß und die Verdachung der Kreuzstockfenster mit Dreiecksgiebeln besonders hervorgehoben. Hier befand sich einst das Hauptgeschoß des Hauses, die sog. Beletage mit den Repräsentationsräumen. Das o. g. Objekt, welches das für Köln typische Dreifensterhaus variiert, ist somit unbedingt erhaltenswert. Noch heute gibt es Aufschluß über die gehobenen Ansprüche seiner einstigen Bewohner und wird auch im Hinblick hierauf zum unverzichtbaren Dokument, das den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0