Wohn- u. Geschäftshaus
Händelstraße 51 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6652 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Händelstraße 51, 50674 Köln |
| Baujahr | 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 28.10.1992 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
1895 erbaut (inschr. dat.), 4 Geschosse, Souterrain, ausgebautes Dachgeschoß mit neueren Gauben, 3 Achsen, 3geschossiger Mittelerker, Tordurchfahrt in der rechten Achse, Stuck- und Klinkerfassade mit Gliederungen im Stil der Neurenaissance, Fenster und Haustür weitgehend original; Tor zur Durchfahrt verändert. Rückseite und seitlicher Anbau backsteinsichtig, Balkone, Fenster teilweise original. Im Innern original erhalten: im Vestibül schwarzweißer Marmorboden, Marmortreppe mit älterem Holzhandlauf an der Wand, Putzquaderung der Wand in der Sockelzone, Stuck am Stützbogen; im Flur schwarzweißer Marmorboden, Holztreppe mit gedrechseltem Holzgeländer und Antrittspfosten, Fenster (teilweise gerundet) zum Lichtschacht, Holzprofilleiste auf halber Wandhöhe, weitgehend Laibungen der Wohnungseingangstüren, teilweise Wohnungseingangstüren, Deckenstuck; in den Wohnungen einige Zimmertüren, Reste von Deckenstuck. Nicht Bestandteil des Denkmals ist die Hofüberbauung.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich - mit der Ringstraße als Kernstück - halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringstraße zwischen Gladbacher und Zülpicher Straße das sog. "Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. Von der im wesentlichen um 1895 errichteten Erstbebauung der Händelstraße hat sich ein großer Teil erhalten, so auch das in dieser Zeit entstandene Haus Nr. 51. Es ist integraler Bestandteil eines mit seinen Nachbarhäusern (Nr. 53, 55) gebildeten Ensembles. Dabei hebt sich das o. g. Objekt durch seine besonders aufwendig gestaltete Fassade im Stil der Neurenaissance besonders hervor. Ein u. a. durch Pilaster und Karyatiden reich geschmückter Erker betont das Gebäude in der Mittelachse. Souterrain und Hochparterre sind durch die Putzquaderung als Sockelgeschosse ausgebildet worden. In den Obergeschossen sorgt eine mit reichen Stuckgliederungen versehene rote Klinkerfassade für ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild. Das o. g. Objekt, das noch heute Aufschluß über die gehobenen Ansprüche seiner einstigen Bewohner gibt, ist somit unbedingt erhaltenswert. Auch im Hinblick auf das bestehende Ensemble ist obiges Gebäude ein unverzichtbares Dokument, das den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0