Wohn- u. Geschäftshaus

Engelbertstraße 39 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6688
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Engelbertstraße 39, 50674 Köln
Baujahrum 1890
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 26.11.1992
Stadtteil Neustadt/Süd

Erbaut um 1890, 4 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit später hinzu-gefügter breiter Gaube, flache Wandvorlage und Tordurchfahrt in der linken Achse, Backsteinfassade mit Stuckgliederungen im Stil der Neurenaissance, EG verändert, Fenster verändert, ältere Haustür aus Holz.

Nicht Bestandteil des Denkmals sind die eingeschossigen Gebäude im Hinterhof (Garagen).

Nicht mehr Bestandteil des Denkmals sind die rückwärtige Fassade des Gebäudes, der seitliche Anbau und das Innere des Gebäudes. Sie sind durch Sanierungen und Umbauten grundlegend verändert worden. Der Denkmalwert bezieht sich daher nur noch auf die Straßenfassade und das Satteldach des Vorderhauses.

Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend, legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringe, zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße das sog. „Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel, meist mit vornehmen Miets-häusern von reicher Fassadengestaltung. Die Engelbertstraße, vor der Stadterweiterung Trasse der Eisenbahn, wurde im wesentlichen um 1890-95 bebaut.

Das Haus Nr. 39 ist in diesem Abschnitt der Engelbertstraße zwischen Mozart- und Lin-denstraße das einzige im ursprünglichen Zustand erhaltene Zeugnis der Erstbebauung. Es weist eine Backsteinfassade mit Stuckgliederungen im Stil der Neurenaissance auf, wobei die linke Achse – mit der Tordurchfahrt – durch die flache Wandvorlage besonders betont worden ist. Dekorative Akzente setzen vor allem die Fensterverdachungen mit Dreiecks- und Segmentgiebeln im 1. und 2. Obergeschoß. Analog zu den Tür- und Fensteröffnungen im Erdgeschoß sind darüber hinaus auch die Fenster im 3. Ober-geschoß rundbogenförmig ausgebildet worden. Trotz einiger Veränderungen wird das o. g. Objekt, das die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Bebauung bewahrt, somit zum unverzichtbaren Dokument. Es veranschaulicht noch heute das historische Erschei-nungsbild an der Engelbertstraße und ist auch im Hinblick hierauf unbedingt erhaltens-wert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0