Wohn- u. Geschäftshaus
Gladbacher Straße 41 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6895 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Gladbacher Straße 41, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 20.08.1993 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1890, 4 Geschosse, 4 Achsen, Stuckfassade in Anklängen an die Renaissance, Ladenlokal im EG (Fenster und Eingangstür verändert); Fenster und Haustür verändert. Rückfront verputzt. Im Inneren original erhalten: Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Die Gladbacher Straße, vor der Stadterweiterung alte Ausfallstraße und Teil der Subbelrather Straße, begrenzt das mit der Anlage der Neustadt ab 1881 entstandene sogenannte "Westend", ein sich westlich der Ringe zwischen Gladbacher und Zülpicher Straße ausdehnendes gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. Sie wurde zum Teil um 1890, zum Teil erst um 1900 bebaut. Das um 1890 errichtete Haus Nr. 41 gehört zu den wenigen Zeugnissen der Erstbebauung an der Gladbacher Straße. Es ist integraler Bestandteil eines mit den weiteren hier auf dieser Straßenseite noch erhaltenen Gebäuden (Nr. 13 - 25 sowie Nr. 33, 37 und 39) gebildeten Ensembles. Die bis ins Erdgeschoß original erhaltene Fassade des Vierfensterhauses weist eine stark plastische Gestaltung auf, wobei die verschiedenen Geschosse entsprechend ihrer Bedeutung differenziert ausgearbeitet wurden. Als Beleg für die Gestaltungsvielfalt der Architektur der ersten Ausbauphase der Gladbacher Straße wird das o. g. Wohn- und Geschäftshaus - vor allem auch im Hinblick auf o. g. Ensemble - zum unverzichtbaren Objekt, das den ursprünglichen Charakter der Straße und des Viertels bewahrt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0