Wohnhaus
Gladbacher Straße 42 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6958 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gladbacher Straße 42, 50672 Köln |
| Baujahr | 1885 bis 1895, 1950 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.11.1993 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1890, 4 Geschosse, 4 Achsen; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an die Renaissance (Betonung von 1. und 2. OG durch Giebelverdachungen, Fugenschnitt im EG), Sockel später verkleidet; Hauseingang auf der linken Seitenachse, Haustür verändert; Fenster verändert. Rückfront in Backstein. (Das Innere des Hauses ist nach Kriegszerstörung um 1950 wiederaufgebaut worden.)
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Die Gladbacher Straße, vor der Stadterweiterung alte Ausfallstraße und Teil der Subbelrather Straße, begrenzt das mit der Anlage der Neustadt ab 1881 entstandene sogenannte "Westend", ein sich westlich der Ringe zwischen Gladbacher und Zülpicher Straße ausdehnendes gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. Sie wurde zum Teil um 1890, zum Teil erst um 1900 bebaut. Das um 1890 errichtete Haus Nr. 42 gehört zu den wenigen Zeugnissen der Erstbebauung an der Gladbacher Straße. Es ist integraler Bestandteil eines mit den weiteren hier auf dieser Straßenseite noch erhaltenen Gebäuden (Nr. 30, 40 und 48) gebildeten Ensembles. Die bis ins Erdgeschoß original erhaltene Fassade des Vierfensterhauses weist eine relativ zurückhaltende Gestaltung auf; stärkere Betonung durch detailreich in Anklängen an die Renaissance gestaltete Giebelverdachungen erfahren hier lediglich 1. und 2. Obergeschoß. Das o. g. Gebäude, das die Maßstäblichkeit der Bebauung und das ursprüngliche Erscheinungsbild der Gladbacher Straße bewahrt, ist im Hinblick darauf und als Dokument der Architekturentwicklung der Gründerzeit - trotz Kriegszerstörung der originalen Innenausstattung - unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0