Wohnhaus
Spichernstraße 44 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7148 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Spichernstraße 44, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1899 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.06.1994 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1899; 4 Geschosse, Souterrain und Giebelgeschoß, 3 Achsen, Mittelachse durch Erker auf rechteckigem Grundriß und Ziergiebel besonders betont; Putzfassade mit Stuckgliederungen in Anklängen an den Jugendstil (u. a.; Erdgeschoß verändert), Fenster überwiegend erneuert (Reste origin. Fenster - Rahmen und Sprossen, sowie origin. aufwendig gestaltet Beschläge und Griffe am Erkerfenster des 2. OG), Haustür und Tor erneuert.
Rückseite backsteinsichtig, Fenster teilweise original, Loggien (über 4 Geschosse, mit origin. Metall - Brüstungen) an der Südostwand des Hinterhauses. Zweiflügliges Hoftor an der Südostwand erneuert, Hoftür ebenfalls erneuert. Zum Denkmal zugehörig sind die verputzten Mauern im Nordosten und Südosten des Grundstücks.
Im Inneren original: Marmorbodenbelag, Holztreppe mit aufwendigem Holzgeländer und Antrittspfosten (Bekrönung fehlt), Treppenuntersicht stukkiert, origin. Marmor-Fensterbänke und hölzernes Wandprofil im Treppenhaus, Bodenfliesen im Keller-Flur, sehr aufwendige Wohnungstüren (Ausnahme: 2. OG., origin. Kellertür. In der Wohnung des 2. OG.: origin. Parkettböden (Eiche) in zwei, der Straße zugewandten Räumen, origin. hölzerne Wandvertäfelung (weiß gestrichen) im Flur, origin. eingebaute Garderobe (ebenfalls weiß gestrichen, Holz) mit Spiegel u. origin. Uni-Fliesen, origin. eingebaute Sitzbank mit Spiegel, origin. Zimmertüren, teilw. zweiflüglig, aufwendige origin. Wandvertäfelung aus Lindenholz im Erkerzimmer (teilw. beschädigt; auch im Erkerzimmer d. 1. OGs.) kein Deckenstuck im Erkerzimmer, Deckenstuck im Flur (profilierte Rahmung u. Rosette) u. in einem rückwärtigen Raum (hier aufwendig).
Die von Josef Stübben geplante und ab 1881 von ihm ausgeführte Stadterweiterung von Köln gehört zu den bedeutendsten und umfassendsten städtebaulichen Leistungen des späten 19. Jahrhunderts in Deutschland. Diese halbkreisförmig um die Altstadt gelegte Neustadt wurde in verschiedene Wohnviertel eingeteilt. Die Spichernstraße, an der sich das o. g. Objekt befindet, gehört zu dem westlich der Ringe zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße angelegten gutbürgerlichen "Westend". Das Gebäude stellt in dem zum großen Teil um 1899-1901 bebauten Straßenzug einen wichtigen integralen Bestandteil dar. Es dokumentiert das ursprüngliche Erscheinungsbild im Hinblick auf die Maßstäblichkeit, Parzellenüberbauung (Art und Ausmaß der Bebauung) und die baukünstlerische Gestaltung (trotz Veränderungen) und ist daher unbedingt erhaltenswert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0