Wohnhaus
Gutenbergstraße 76 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7368 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gutenbergstraße 76, 50823 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 08.02.1995 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Erbaut um 1895; 3 Geschosse; ausgebautes Satteldachgeschoß (mit 3 originalen aber erneuerten Gauben); 3 Achsen; backsteinsichtig (zweifarbig); Eingang in der hinteren Achse; EG mit 2 korbbogenförmigen Fensteröffnungen wird mittels eines Sohlbankgesimses vom OG-Bereich abgegrenzt; die Fensterachsen der beiden Obergeschosse werden durch ein leichtes Zurückstufen der Fassade im Fensterbereich vertikal betont, die Obergeschosse somit als Einheit aufgefaßt; Wandflächen durch zweifarbigen Backstein ornamental geschmückt; reich profiliertes Dachgesims als oberer Abschluß; Fenster u. Eingangstür erneuert; Fassade neu verfugt; Rückfront: 3 Achsen; Treppenhaustrakt rechter Hand leicht vorgestuft; Rückfront flächendeckend verschiefert; Fenster erneuert; Innen original: Mettlacher Fliesen im Vorflur u. Treppenhaus; Liguster im gesamten Treppenbereich; hölzerne Treppenanlage mit Antrittspfosten; gemauerter Gewölbekeller (z.T. verbeizt); Grundrisse; Decken abgehängt; Bestandteil des Denkmals ist die rückwärtige Hofmauer (Verschieferung neu) nicht Bestandteil des Denkmals ist der eingeschossige schuppenartige Bau im rückwärtigen Hofbereich.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Str. aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostr. bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld aufgrund zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird gegen Ende der 80er Jahre des 19. Jh. auch die Gutenbergstraße zunächst im westlichen, anschließend im östlichen Bereich einheitlich bebaut. Das o.g. Objekt ist integraler Bestandteil der in diesem Bereich noch in großen Teilen erhaltenen historischen Bebauung, wobei die weiten Bereiche der Gutenbergstr. prägende Backsteinarchitektur mit typischen Motiven des Biedermeiers (stichbogenförmige Fensterüberdachungen; Stockwerkgesimse mit Konsolreihung, straffe Fassadengliederung) im Wechsel mit reichgestalteten Stuckfassaden dem Straßenzug Gutenbergstraße seinen Charakter verleiht. Zu diesem Zusammenhang stellt das o.g. Gebäude ein unverzichtbares Dokument dar, das unbedingt zu erhalten ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0