Wohn- u. Geschäftshaus

Overbeckstraße 80 · Neuehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7583
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Overbeckstraße 80, 50823 Köln
Baujahr1903
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 10.08.1995
Stadtteil Neuehrenfeld

Erbaut 1903; 3 Geschosse, ausgebautes Mansarddach (2 Gauben erneuert, 2 Gauben in der Substanz original); 7 Achsen (mittiger Eingang); rechteckiger Grundriß; Putzfassade mit Stuckgliederung in Anlehnung an den Neo-Klassizismus; EG verändert (Wandfliesenverkleidung); 1./2. OG: Putznuten (Quaderstruktur mit seitlich strukturierten Oberflächen); profilierte Fensterrahmungen (1. OG: Wechsel von Kragsteinen und Masken/Dreiecksgiebel mit Ornament und strukturierten/ornamentierten Brüstungsfeldern; 2. OG: konsolförmige Kragsteine); Horizontalgliederung durch Stockwerkgesims (EG); Sohlbankgesimse (Verkröpfungen im 1. OG); Drempel- und profiliertes Traufgesims; Fenster und Eingangstür erneuert; Rückfront: 7 Achsen; backsteinsichtig (Horizontalgliederung und Betonung der Stichbögen durch gelben Backstein); Fenster erneuert (außer Treppenhausfenster 2. OG, original mit Beschlag); 2 Gauben (in der Substanz) original, 2 Gauben erneuert. Innen original: Terrazzobelag im Vorflur (mit Mittelornament) und EG Treppenhaus mit Bordüre; Grundrisse der rechten Gebäudehälfte (linke Gebäudehälfte wurde kriegszerstört).

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns begann um die Mitte des 19. Jahrhunderts südlich der Köln-Aachener Bahnlinie. Erschließungsansätze nördlich der Bahntrasse reichen bis in die erste Hälfte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück und beschränkten sich auf die Otto- und die Overbeckstraße, die von der Subbelrather Straße her entwickelt wurden und am Ende des 19. Jahrhunderts bis an die Nußbaumerstraße führten. Die Anlage des großen Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie an der Liebigstraße erwies sich im Bereich des Ottoplatzes (heute Christine-Teusch-Platz) und der Overbeckstraße als siedlungsförderndes Element.

Das o. g., 1903 errichtete Objekt dokumentiert als integraler Bestandteil einer einheitlichen Bebauung die ursprüngliche Entwicklung der Overbeckstraße als Teil der frühen Erschließungsphase des Geländes zum Wohngebiet. Straßenseitig prägen die einheitlich und zurückhaltend gestalteten Fassaden die Overbeckstraße im Bereich zwischen St. Anna und Nußbaumerstraße. Im Zusammenspiel mit dem gegenüberliegenden 1910/11 errichteten Schulgebäude, deren partiell zurückgestufte Bauflucht den Straßenraum platzartig erweitert, ergibt sich eine markante städtebauliche Gesamtsituation in deren Rahmen das o. g. Objekt unverzichtbar und unbedingt zu erhalten ist.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0