Wohn- u. Geschäftshaus
Landmannstraße 21 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7597 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Landmannstraße 21, 50825 Köln |
| Baujahr | 1903 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 17.08.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1903; 3 Geschosse, ausgebautes Satteldach (3 originale Dachhäuschen); 3 Achsen (links Zugang zum Ladenlokal, rechts Toreinfahrt); Putzfassade mit Stuckgliederung in Verbindung von Neo-Renaissance und Jugendstil; EG verändert (Wandfliesenverkleidung); Fenster und Türen erneuert; Mittenbetonung durch gekoppelte Fenster im 1./2. OG (Dachhäuschen ebenfalls mit gekoppeltem Fenster); 1. OG gegenüber dem 2. OG durch starkplastische Fensterrahmungen und -verdachungen (Pilasterrahmung, ornamentierte Bogen- und Wandfelder) betont; profilierte Fensterrahmungen mit stilisierten Kragsteinen im 2. OG; Dachgesims über Konsolreihung; Horizontalgliederung durch Sohlbankgesimse und Drempelgesims; Rückfront: 3 Achsen (Treppenhaus /WCs links vorgestuft); backsteinsichtig (EG verputzt, 1. OG gestrichen); stichbogenförmige Fensteröffnungen; Fenster (außer Treppenhaus) erneuert; 2 originale Gauben. Innen original: Tordurchfahrt mit Terrazzobelag; im Bereich der Tordurchfahrt seitlicher Treppenaufgang mit hölzernem Geländer; Treppenhaus (oberhalb der Tordurchfahrt) mit Terrazzobelag; Antritts-, Zwischenpfosten, Geländerstäbe und Handlauf in Holz; WC- und Wohnungsabschlußtüren 1./2. OG; 2 Zimmertüren mit Rahmen 2. OG; Fußleisten; Grundrisse teilweise verändert (Ladenlokal, in den Obergeschossen Wanddurchbrüche, Dachausbau). Hofbebauung: Querbau mit einseitiger Befensterung zum Hof an der Parzellengrenze; 2 Geschosse; Pultdach; 4 Achsen; backsteinsichtig, weißgestrichen; 2 originale Fenster (Mitte) im OG. Innen original: Holztreppe; Grundriß im OG (ehemalige Gesellenwohnung); Backstube im EG (modernisiert). Vorderhaus und Querbau werden durch zwei eingeschossige Flügelbauten verbunden (sukzessive seit den 20er Jahren errichtet und Bestandteil des Denkmals); rechter Flügelbau mit originalem metallenen Fabrikfenster; linker Flügelbau mit originalen Fenstern und Beschlägen.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden. Zwischen dem von Stadtverordneten Franz Zilkens gestifteten Bauplatz für St. Anna und der Stiftung von Alois Anton Schlösser am Simarplatz (hier wurde St. Peter errichtet) entwickelte sich kurz nach der Jahrhundertwende eine zügige Bebauung, u. a. entlang der Landmannstraße, die die Verbindung zwischen Subbelrather Straße und Lenauplatz herstellt. Als Geschäftsstraße zählt sie zu den wichtigen Kommunikationszentren des Viertels. In dem in weiten Teilen erhaltenen Straßenbild, bestehend aus Dreiachsenhäusern mit betonter Mittelachse, ist das o. g. Objekt ein wichtiger integraler Bestandteil mit deutlichem Sichtbezug entlang der hier einmündenden Merkenstraße. Als bauliches Dokument der Entwicklung Neu-Ehrenfelds ist es daher unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0