Wohn- u. Geschäftshaus
Simarplatz 18 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7617 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Simarplatz 18, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 21.08.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut um 1900; Eckhaus zur Subbelrather Straße; 4 Geschosse, ausgebautes Dachgeschoß; 7:1:3 Achsen (abgeschrägte Ecke); Putzfassade mit Stuckgliederung in Anlehnung an den Klassizismus; EG verändert (Schaufensterbereich glatt verputzt); Betonung der Horizontale durch aufgeputzten, horizontalen Fugenschnitt im EG (teilweise durch Werbeanlagen verdeckt) und 1. OG, Sohlbankgesimse und profiliertes Traufgesims (teilweise verkleidet); Wandfläche im 2./3. OG glatt verputzt; hochrechteckige Fenster mit profilierten Rahmungen (im 1./2. OG aufgeputzte Kragsteine); Fenster, Türen, Schaufenster erneuert; Schaufensterstütze (ornamentierter Sockel, profilierter Schaft) an der Subbelrather Straße original; Rückfront: 2:1 Achsen; backsteinsichtig; Fenster an der Subbelrather Straße erneuert/Stürze begradigt; Rückfront Simarplatz: originale Fenster mit Beschlägen (außer Dachflächenfenster, Flurfenster 2. OG). Innen original: Terrazzobelag mit Ornament und Bordüre im Treppenhaus-EG; hölzerne Treppenanlage und Wandleisten; Hoftür; Wohnungsabschlußtüren mit Rahmen und Laibung: 1. OG rechts, 3. OG rechts (sonst nur Laibungen und Rahmen); Zimmertüren mit Rahmen/Laibungen/z. T. Beschläge: 1. OG rechts (außer Küche und WC); 1. OG links (außer Küche); 2./3. OG links; 3. OG rechts; erhaltener Stuck: 1. OG rechts (doppelte Stuckleisten in den Straßenräumen und Rosette im Zimmer zum Simarplatz); 1. OG links (komplett); Fußleisten und Dielenböden; Grundrisse (Dachgeschoß: Speicher unter Erhaltung der Dachkonstruktion zu Wohnraum umgenutzt; Einbau von Bad/WC; Mansardzimmer erhalten); nicht Bestandteil des Denkmals ist die rückwärtige, eingeschossige Hofüberbauung.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden.
Der Simarplatz, etwa 1896 von Alois Anton Schlösser zum Bau der wenig später errichteten Kirche St. Peter gestiftet, war ebenso wie der fast gleichzeitig von Franz Zilkens gestiftete Ottoplatz der wichtigste Siedlungsansatz in Subbelrath.
Von diesen beiden Plätzen entwickelte sich die Bebauung aufeinander zu, wobei dem Simarplatz an der Schnittstelle zwischen Alt- und Neuehrenfeld eine besondere Bedeutung zukommt, da die Platenstraße als Verbindung zur Venloer Straße auf die Kirche St. Peter ausgerichtet ist, beide Stadtviertel hier miteinander miteinander verknüpft werden. Die größtenteils erhaltene Ursprungsbebauung an und um den Simarplatz herum veranschaulicht diese stadt- und bauhistorischen Zusammenhänge. Als integraler Bestandteil der historischen Bebauung ist das o. g. Objekt, das durch seine Ecklage den Simarplatz in das Straßenbild der Subbelrather Straße miteinbezieht, ein unverzichtbares bauliches Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0