Wohnhaus
Simarplatz 14 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7713 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Simarplatz 14, 50825 Köln |
| Baujahr | 1899 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.12.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1899 (inschriftlich datiert); 4 Geschosse, ausgebautes Mansarddach (zwei originale Gauben); 3 Achsen (Eingang rechts, Tordurchfahrt links); Putzfassade mit Stuckgliederung in Anlehnung an Renaissance-Formen; Souterrain mit profilierten Lagerfugen (Sockelgeschoß); Obergeschosse glatt verputzt; profilierte Fenster- und Türrahmen, Sohlbänke (Hochparterre), Sohlbankgesimse (1./2. OG) und Verdachungen (Hochparterre/1. OG links); ornamentierte Fensterbrüstungen (1. OG links); z. T. originale Fenster mit Beschlägen; Rückfront: rückwärtiger Seitenflügel kriegszerstört (Treppenhaus mit WCs erhalten geblieben); Vorderhaus zweiachsig; backsteinsichtig; Fenster/Fenstertüren/Balkone neu (außer Treppenhausfenster mit Beschlägen); Tordurchfahrt neu verputzt; Hoftür original. Innen original: Terrazzobelag in Vorflur/Flur (Hochparterre) und EG-Treppenhaus; hölzerne Treppenanlagen mit Antritts- und Zwischenpfosten (im Dachgeschoß erneuert); Zimmertüren (u. a. 1. OG, z. T. mit Beschlägen); Fußleisten z. T. erhalten; z. T. Wohnungseingangstüren (u. a. 1. OG); WC-Türen; Grundrisse beim Wiederaufbau leicht verändert; Keller mit preußischen Kappen original. Eingeschossiger Anbau an der rückwärtigen Parzellengrenze nicht Bestandteil des Denkmals.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen. Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden. Der Simarplatz, etwa 1896 von Alois Anton Schlösser zum Bau der wenig später errichteten Kirche St. Peter gestiftet, war ebenso wie der fast gleichzeitig von Franz Zilkens gestiftete Ottoplatz der wichtigste Siedlungsansatz in Subbelrath. Von diesen beiden Plätzen entwickelte sich die Bebauung aufeinander zu, wobei dem Simarplatz an der Schnittstelle zwischen Alt- und Neuehrenfeld eine besondere Bedeutung zukommt, da die Platenstraße als Verbindung zur Venloer Straße auf die Kirche St. Peter ausgerichtet ist, beide Stadtviertel hier untereinander verknüpft werden. Die größtenteils erhaltene Ursprungsbebauung am und um den Simarplatz herum veranschaulicht diese stadt- und bauhistorischen Zusammenhänge. Als integraler Bestandteil historischer Bebauung ist das o. g. Objekt ein bauliches Dokument der Stadtteilentwicklung und unbedingt zu erhalten.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0