Wohnhaus
Merkensstraße 2 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_7641 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Merkensstraße 2, 50825 Köln |
| Baujahr | 1907 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.09.1995 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Erbaut 1907; 3 Geschosse, ausgebautes Mansarddach (verändert); 5 Achsen (mittiger Eingang; Garageneinfahrt links, Tor erneuert); Putzfassade mit Natursteinsockel und zurückhaltender Stuckgliederung; 2 zweigeschossige Erker (links mit erneuertem Dachaustritt/loggia-artiger Erweiterung) mit profilierten Wandfeldern und Sohlbankgesimsen; gekoppelte Fenster (außer Mittelachse); Fenster und Eingangstür erneuert; Rückfront: 6 Achsen (Außenachsen als Balkone vorgestuft); neuer Verputz; neue Fenster und Balkone; Dachgeschoß durch Balkoneinbau verändert (rechts). Innen original: Terrazzobelag Treppenhaus/Treppe; schwarz-weiße Bodenfliesen auf den Zwischenpodesten und Geschossen (außer Dachgeschoß); Metallgeländer mit Holzhandlauf; Wandfliesen mit profilierter Abschlußleiste; Stuckleiste in der Garage; Grundrisse verändert; Dachgeschoß/Spitzboden ausgebaut; Decken abgehängt.
Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jh. von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschließung weiterer Bereiche Ehrenfelds wurden verstärkt Anstrengungen zur Erschließung weiterer Wohnbereiche nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie unternommen.
Erste Ansätze datieren in die frühen 1870er Jahre (Ottostraße). Doch erst mit der Anlage des Schlacht- und Viehhofes nördlich der Eisenbahnlinie (Eröffnung 1895) kommt es zu einer endgültigen Wohngebietserweiterung von Alt-Ehrenfeld nach Norden.
Zwischen dem vom Stadtverordneten Fritz Zilkens gestifteten Bauplatz für St. Anna und der Stiftung von Alois Anton Schlösser am Simarplatz (hier wurde St. Peter errichtet) entwickelte sich ab der Jahrhundertwende eine zügige Bebauung, u. a. entlang der Merkensstraße, deren Bebauung bis zum 1. Weltkrieg abgeschlossen wurde. Das o. g. Objekt gehört iin seiner baulichen Ausprägung zu einer neoklassizistischen Stilphase, die ab 1910 für wenige Jahre nachweisbar ist und durch eine betont strenge Fassadenkomposition (beim o. g. Objekt die markanten Erker und Sohlbänke) charakterisiert ist.
Auch die Verwendung von Naturstein ist typisch für den Neoklassizismus, der im allgemeinen in Wohngegenden bemittelter Schichten vorkommt.
Gemeinsam mit den gegenüberliegenden Häusern (Nr. 1 a und 3) bildet das o. g. Objekt eine kurze Spanne stadtteilspezifischer Architekturausprägung ab und ist als integraler Bestandteil der ursprünglichen Bebauung ein unverzichtbares bauliches Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0