Wohn- u. Geschäftshaus

Leyendeckerstraße 38 · Ehrenfeld

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_7758
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohn- u. Geschäftshaus
Adresse Leyendeckerstraße 38, 50825 Köln
Baujahr1902
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 26.01.1996
Stadtteil Ehrenfeld

Erbaut 1902; Architekt: Hubert Benoit; 3 Geschosse, ausgebautes Satteldach (3 originale Gauben, nachträglich verändert); 3 Achsen (Eingang links, Ladenlokal mit Zugang mittig, Tordurchfahrt rechts); Backsteinfassade mit Putzgliederung in zeittypischer Kombination von neugotischen und Renaissance-Formen; Horizontalgliederung durch Putzbänder in Sohlbank-, Kämpfer und Sturzhöhe; 2. OG vertikal durch stilisierte Pilaster auf Konsolen gegliedert (Dachgesims um Kapitelle verkröpft); Fenster 2. OG mit Vorhangbögen (Mittenbetonung durch 3-teiliges Fenster); EG verändert (marmorverkleidet); Eingangstür, Ladenlokal, Fenster erneuert; Tor original; Rückfront: Seitenflügel in Verlängerung der linken Gebäudeachse; Rückfronten backsteinsichtig; stichbogenförmige Fensteröffnungen; Fenster erneuert (außer Treppenhausfenster mit Riegel); Vorderhaus: 2 Achsen; 2 originale Gauben; Tordurchfahrt (links) verbaut; Hinterhaus: 5 Achsen (Treppenhaus, 2 Achsen dreigeschossig, 2 Achsen zweigeschossig); 2 originale Gauben auf dem zweigeschossigen Gebäudeteil; in Verlängerung des Seitenflügels zur Parzellengrenze ehemaliger Pferdestall mit Heuboden (mit separatem Aufgang von außen). Innen original: Terrazzobelag im Vorflur (Mittelornament) und Treppenhaus mit Bordüre; Treppe mit Terrazzobelag, ornamentiertem Metallgeländer und Holzhandlauf; Wohnungsabschlußtüren im EG und Dachgeschoß (mit Rahmen); zum Teil Zimmertüren; Grundrisse (außer Einbau von Bädern) Bestandteil des Denkmals ist die rückwärtige Hofmauer.

Die städtebauliche Entwicklung Ehrenfelds zu einem Vorort im Nordwesten Kölns beginnt um die Mitte des 19. Jahrhunderts von der Venloer Straße aus in nördlicher Richtung in Höhe der Philipp- und Leostraße. Bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 gewann Ehrenfeld infolge zahlreicher industrieller Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Im Verlauf der daraus resultierenden zügigen Erschießung weiterer Bereiche Ehrenfelds wird auch nördlich der Köln-Aachener Bahnlinie die Bebauung vorangetrieben, zumal in Alt-Ehrenfeld kaum noch Platz zum weiteren Ausbau vorhanden war.

Von der Subbelrather Straße als eine der Hauptausfallstraßen aus wird dann kurz nach der Jahrhundertwende auch die Leyendeckerstraße geschlossen bebaut.

Als eines der wenigen Gebäude, die den 2. Weltkrieg weitgehend unversehrt überstanden haben, dokumentiert das o. g. Objekt die ursprüngliche Bebauung in diesem Bereich Ehrenfelds, die durch eine zurückhaltende Formensprache charakterisiert ist.

Als integraler Bestandteil der erhaltenen Bebauung ist das o. g. Objekt ein typisches Beispiel für die stadtteilspezifische Architektur und daher unbedingt zu erhalten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0