Wohnhaus (nur Fassade und Dach)
Gereonskloster 4 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_8672 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus (nur Fassade und Dach) |
| Adresse | Gereonskloster 4, 50670 Köln |
| Baujahr | um 1880 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 30.11.2004 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Um 1880 erbaut. Eckgebäude in unmittelbarer Nähe zu St. Gereon, 3 Geschosse, 3:3 Achsen, Walmdach. Backsteinsichtige Fassade mit sparsamem Bauschmuck, Sockel aus Naturwerkstein, in jedem Geschoss durchlaufendes, einfach gestaltetes Sohlbankgesims aus Naturwerkstein. Fenster im Erdgeschoss segmentbogig, in den beiden oberen Geschossen mit geradem Sturz, alle Fenstergewände aus profiliertem Naturstein, im 1. Obergeschoss mit Stabwerk, alle Fenster als Holzfenster ohne Fensterteilung 1974 erneuert. Der Hauseingang ursprünglich auf der Südseite in der linken Achse, beim Umbau 1974 auf die Nordseite in den Hof verlegt und durch ein Fenster ersetzt, das in Anlehnung an die historischen Fenster gestaltet wurde.
Das Walmdach ursprünglich mit einem neugotischen Giebel zur Südseite (im 2. Weltkrieg zerstört), heute mit je einem Dacheinschnitt auf der Süd- und Ostseite, mit dunklen Faserzement-Schindeln gedeckt.
Nicht Bestandteil des Denkmals ist das Innere des Hauses, da es beim Umbau 1974 weitgehend erneuert wurde: Ersatz der historischen Holztreppe durch eine Stahlbetontreppe, Verlegung des Eingangs, Neuaufteilung der Wohnungen, Ersatz der historischen Holzdielen durch Estrich und PVC bzw. Teppichboden, neue abgehängte Gipskartondecken, Austausch von Fenstern und Türen.
Das o.g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne von §2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch städtebauliche und wissenschaftliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Die Fassaden und das Dach des o. g., etwa 1880 entstandenen Objektes dokumentieren die Nachfolgebebauung des einst zu St. Gereon gehörenden Stiftsgeländes. Der im Jahre 1813 im Zuge der Säkularisation begonnene Abbruch der Stiftsgebäude ließ eine Freifläche entstehen, die erst in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts wieder bebaut wurde. Die zu dieser Zeit entstandenen, in ihrer Geschossigkeit und Gestaltung recht heterogenen Gebäude bildeten den wirkungsvollen Rahmen für die kleine, auf die Kirche bezogene Platzanlage. Das Haus Nr. 4 zählt ebenso wie das Nachbargebäude Nr. 6 und das ehemalige Stadtarchiv Nr. 12 zu den wenigen erhaltenen Gebäuden dieses Bauensembles.
Dem Haus Nr. 4 kommt darüber hinaus eine besondere städtebauliche Bedeutung zu, da es als Eckhaus an exponierter Stelle am Zugang zu der Platzanlage von der Christophstraße steht und somit eine wichtige Raumkante bildet.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0