Wohnhaus
Gereonskloster 6 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3393 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gereonskloster 6, 50670 Köln |
| Baujahr | 1892 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 13.01.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das 1892 errichtete Haus ist ein orts- und baugeschichtliches Zeugnis der Kölner Altstdt. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Nachfolgebebauung des einst zu St. Gereon gehörenden Stiftgeländes. Der im Jahre 1813 begonnene Abbruch der Stiftsgebäude ließ eine Freifläche entstehen, die nach der zweiten Hälfte des 19. Jh. wieder bebaut wurde. Die im Baustil übereinstimmenden Gebäude bildeten den wirkungsvollen Rahmen für die kleine, auf die Kirche bezogene Platzanlage. Das Haus Nr. 6 zählt zu den wenigen erhaltenen Gebäuden aus diesem Bauensemble.
Es weist sich als 3achsiges, 4geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus. Vom Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses. Von Bedeutung ist seine baukünstlerische Gestaltung, insbesondere der Platzfront, die in historisierenden, zum großen Teil an der Renaissance orientierten Formen gehalten ist. Diese zeigt eine Putzfassade mit detailreicher Stuckgliederung, die eine Symmetrieordnung besitzt. Die Symmetrieachse wird von einem über zwei OGs reichenden Erker und Dachgiebel betont. Die Mauerfläche ist im Souterrain durch starke Rustizierung, im ersten Geschoß durch kräftige Putzquaderung und in den OGs durch schmalen Fugenschnitt gekennzeichnet. Profilierte Gesimse, aufwendige Rahmung und Verdachung der Fenster, ornamentierte oder mit Baluster versehene Fensterbrüstungsfelder sind weitere Merkmale der Fassadengstaltung. Haustür und Schutzgitter der Souterrainfenster vermitteln als noch original vorhandene Fassadenteile die ästhetisch einheitliche Konzeption des Baus, der auch die Inneneinrichtung (u. a. Wand- und Deckenstuck im Eingang und Treppenaufgang, marmorne Differenzstufen mit Eisengeländer; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; z. T. Wohnungstüren bzw. deren Rahmung) entspricht.
Mit dem benachbarten Haus Nr. 4 und dem ehem. Stadtarchiv Nr. 12 bildet das Haus ein historisches Bauensemble, das für die modernen Bauten den architektonischen, die Raumwirkung der Westfront von St. Gereon berücksichtigenden Maßstab setzte.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0