Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
Stadtteil im Bezirk 7 · Porz

Wahn

Wahn liegt im Südosten Kölns zwischen Frankfurter Straße und Wahner Heide, entstand ursprünglich entlang eines alten Rheinarm und gehört seit 1975 zum Bezirk Porz. Rund 7.100 Menschen leben hier auf 2,28 Quadratkilometern. Trotz der Nähe zu Flughafen und Bundeswehrkaserne hat sich Wahn einen dörflichen Kern bewahrt.

Ausgangspunkt war die Burg Wahn, vermutlich eine Siedlung von Dienstmannen am Burggraben. Erstmals erwähnt wird ein Burgherr „Conradus ab Wanda" um 1100; der Name geht wohl auf „Wanda" (Wende, Grenze) zurück. Im Mittelalter gehörte Wahn zum bergischen Amt Porz.

Hauptsehenswürdigkeit ist Schloss Wahn. Aus der 1588 niedergebrannten Wasserburg entstand zwischen 1753 und 1757 nach Plänen Johann Georg Leydels ein dreiflügeliger spätbarocker Bau. Seit 1820 gehört er der Familie von Eltz-Rübenach. 1947 an die Universität zu Köln verpachtet, beherbergt das Schloss seit 1955 die Theaterwissenschaftliche Sammlung – mit rund 700.000 Objekten eine der größten weltweit, darunter die Nachlässe von Karl Valentin und Willy Millowitsch. Seit 2007 ist es zudem Außenstelle des Standesamts.

Sehenswert ist außerdem der Eltzhof, der ehemalige Gutshof, heute Brauhaus und Kulturzentrum.

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