Wohnhaus
Roonstraße 59 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0931 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Roonstraße 59, 50674 Köln |
| Baujahr | 1898 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 18.01.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
1898 inschriftlich datiert. Vier Geschosse, Souterrain, drei Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit Giebelhäusern in den Außenachsen, zweigeschossiger Mittelerker mit aufgesetztem Balkon. Reiche Stuckfassade im Stil des Historismus, Ziermaueranker, Souterrain verändert, Haus- und Ladentüre verändert, Fenster größtenteils dem Original entsprechend erneuert.
Rückseite und seitlicher Anbau mit zweifarbiger Backsteinfassade; Fenster großenteils original; Balkone links neben dem gerundeten Treppenhausbereich.
Im Inneren original erhalten: Im Vestibül Marmortreppe, beidseitig mit Messinghandlauf; Marmorboden im Hochparterre; weitere, zum eigentlichen Treppenhaus führende vier Marmorstufen mit schmiedeeisernem Geländer und Holzhandlauf, am Treppenabsatz schwarzweißer Fliesenboden; zum Hof bzw. Souterrain führende Betontreppe mit schmiedeeisernem Geländer und Holzhandlauf; Haupttreppe in Terrazzo mit aufwendigem, schmiedeeisernen Geländer und geschnitztem Holzhandlauf.
Die von H.J. Stübben geplante und ab 1881 ausgeführte Stadterweiterung von Köln gehört zu den bedeutendsten und umfassendsten städtebaulichen Leistungen des späten 19. Jahrhunderts in Deutschland. Die halbkreisförmig um die Altstadt gelegte Neustadt wurde in verschiedene Wohnviertel eingeteilt. Westlich, zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße, entwickelte sich das sogenannte Westend, das durch den stadtgarten und verschiedene, begrünte Platzanlagen alle Voraussetzungen für ein gutbürgerliches Wohnviertel bot.
Die Roonstraße, an der sich das o.g. Objekt befindet, erstreckt sich vom Barbarossaplatz bis zur Jülicher Straße / Moltkestraße. Das Gebäude ist ein wichtiger, integraler Bestandteil der teilweise im Original erhaltenen Erstbebauung. Es bildet ein Ensemble mit dem ebenfalls noch qualitätvollen Nachbarhaus Nr. 61. Neben der aufwendigen Innenausstattung belegt gerade die reiche Stuckfassade mit ihren markanten und ungewöhnlichen Dekorationsformen (vgl. etwa die Konsolen unter dem Erker) die Ansprüche und das Repräsentationsbedürfnis der damaligen Bewohner. Trotz der beispielsweise im Souterrain-Bereich vorgenommenen Veräünderungen wird das Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument der kurz vor der Jahrhundertwende errichteten, gehobeneren Kölner Neustadtarchitektur.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0