Wohnhaus
Unter den Ulmen 96 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_0986 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Unter den Ulmen 96, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.03.1982 |
| Stadtteil | Marienburg |
Das Haus Ulmenallee 96 in Köln-Marienburg, eine zweieinhalbgeschossige Villa mit Mansarddach, wurde um 1908 von Eugen Fabricius erbaut und hat eine Putzfassade auf Backsteinsockel. An der Vorderfront wird die mittlere der drei Fensterachsen durch die Fenstergröße und den abschließenden Giebel stark betont. Alle Fenster haben Sprossenteilung. Die Fenstergitter im Sockelgeschoß (Souterrain) sind original. An den Seiten befindet sich jeweils ein Altan.
Im Inneren der Villa, deren regelmäßige, fast symmetrische Raumaufteilung aus der Entstehungszeit stammt, befinden sich folgende, originale Bestandteile: Zimmertüren, Deckenkehlen, Wandschränke im Mansardgeschoß, die Heizungsverkleidung im Treppenhaus und die Holztreppe. Das ehemalige Entrée ist mit einem Kreuzgewölbe überspannt.
Die Villa, in der Komposition des Grundrisses und Aufbaus an süddeutsche Barockarchitektur angelehnt, ist ein hervorragendes Beispiel der Baukunst des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts. Sie ist eine der wenigen, in Köln erhaltenen Bauten des Architekten Fabricius, der eine anerkannte Persönlichkeit und ein Mitbegründer des Bundes Deutscher Architekten B.D.A. war.
Bei der Villa handelt es sich um das Eckhaus zum Bayenthalgürtel, eine der Begrenzungsstraßen des Marienburger Villenviertels. Sie bildet zusammen mit der an der gegenüber liegenden Ecke Bayenthalgürtel / Ulmenallee gelegenen Villa Bayenthalgürtel 15, ebenfalls von Fabricius, einen repräsentativen, sehr qualitätvollen "Einstieg" in den Villenvorort. Durch ihre Diagonallage zu beiden Straßenzügen, von denen sie vor allem durch immergrüne Bepflanzung abgesetzt ist, ist die Villa städtebaulich ein besonders markanter Punkt und für die geschlossene Villenkolonie Marienburg, die sich stilistisch durch Vielfalt und maßstäblich durch Einheitlichkeit auszeichnet, ein unverzichtbarer Bestandteil.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0