Wohnhaus

Robert-Heuser-Straße 10 · Marienburg

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1071
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Robert-Heuser-Straße 10, 50968 Köln
Baujahrum 1910
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 26.08.1982
Stadtteil Marienburg

Erbaut 1908 von Architekt Willy Brandes; rechte Hälfte des spiegelsymmetrisch aufgebauten Doppelhauses, zwei Geschosse, Sockel- und ausgebautes Dachgeschoß, zwei Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederungen, äußere Achse mit geschweiftem Ziergiebel und polygonalem Parterre-Erker mit Balkon, schiefergedecktes Mansarddach mit einem übergiebelten Dachhäuschen. Größtenteils originale Fenster mit Schlagläden im Obergeschoß und Dachgeschoß.

Seitenfassade: Treppenhausrisalit mit geschweiftem Ziergiebel, Hauseingang mit Treppe, originale Haustüre.

Rückfront: Terrasse und Balkon (Obergeschoß); neuer Balkon im Dachgeschoß.

Im Inneren original erhalten: Eingangsbereich mit Marmorboden und -verkleidung, ein Fenster mit Bleiverglasung, Holztreppe, Zimmertüren (zum Teil mit Beschlägen), Gewände. Im Erdgeschoß Parkettboden, Terrakottafliesen (Wintergarten) und Deckenstuck.

Bestandteil des Denkmals ist auch die Gartenanlage mit Vorgarten und originaler Einfriedung.

Nicht Bestandteil des Denkmals ist der seitliche Garagenanbau.

Marienburg zählt durch die Vielzahl seiner im Verhältnis zur übrigen Stadt im Krieg weitgehend verschonten und im originalen Zustand erhaltenen Bauten zu einer der geschlossensten Villenkolonien in Deutschland und einer der im historischen Sinn besterhaltenen Gebiete der Stadt Köln. Seit der Gründung dieses Villenvororts im späten 19. Jahrhundert haben hier fast ausschließlich bedeutende Kölner und auch andere deutsche Architekten Villen und Landhäuser errichtet, wodurch dieser Vorort gleichzeitig eines der architekturhistorisch interessantesten Wohngebiete in Köln und darüber hinaus auch in Deutschland ist. Durch die Vielzahl der Stile und Hausformen bei gleichzeitiger Unterordnung unter ein Gesamtbild erhält das architektonische Erscheinungsbild des Vororts seine spezifische Ausprägung.

Die stilistisch am Barock orientierte Doppelvilla stellt gerade durch ihre nahezu vollständige Erhaltung ein wichtiges Zeugnis der Villenarchitektur dar. Das äußerlich spiegelsymmetrisch aufgebaute Gebäude - im Gegensatz zur Haushälfte Nr. 12 war o.g. Wohnhaus schon zur Bauzeit als Mehrfamilienhaus konzipiert - dokumentiert die zweite Ausbauphase Marienburgs den Übergang von den hochherrschaftlichen Landsitzen inmitten großer Parks zu den kleineren Wohnhäusern und ist als solches unbedingt erhaltenswert.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0