Wohnhaus
Robert-Heuser-Straße 12 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1072 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Robert-Heuser-Straße 12, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1910 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 26.08.1982 |
| Stadtteil | Marienburg |
Bei diesen beiden, um 1910 gebauten, zweigeschossigen, zweiachsigen Häusern handelt es sich um den Typ einer als Einheit geplanten, symmetrischen Doppelvilla. Die Seitenachsen werden jeweils durch risalitartige Bauteile mit geschweiftem Giebel und erdgeschossigem Erker betont. Besondere, äußere Gestaltungsmerkmale sind das Mansarddach mit je einem Dachhäuschen, die in den Oberlichtern mit Sprossen versehenen Fenster, die zusätzlich im ersten Geschoß und Giebelgeschoß noch Schlagläden besitzen. Gegliedert wird die überwiegend verputzte Fassade durch Gerinse, Quaderungen und Brüstungen in Werkstein. Der Zugang zum Haus erfolgt durch einen seitlich zurückgesetzten Eingang, der mit einem Treppenhausrisalit verbunden ist.
Im Inneren sind die ursprünglichen Raumaufteilungen noch weitgehend erhalten. Dort finden sich: Originale Innentüren, Buntverglasungen, Stuckdecken sowie ein originales Treppenhaus in weiß gestrichenem Holz (mit Spitzbauch und verschiedenen Einbauten).
Diese stilistisch an Barock orientierte Doppelvilla stellt gerade durch ihre nahezu vollständige Erhaltung ein wichtiges Dokument der Villenarchitektur dar. Die Qualität des Baus läßt zudem auf den Entwurf eines bekannten Kölner Architekten schließen. Die Doppelvilla ist ein unverzichtbarer Bestandteil in einem geschlossenen, als Villenkolonie geplanten Stadtteil Kölns, dem Villenvorort Marienburg. Die Doppelvilla dokumentiert die zweite Ausbauphase Marienburgs, den Übergang von den hochherrschaftlichen Landsitzen inmitten großer Parks zu den kleineren Wohnhäusern, wie sie dann später ab den zwanziger Jahren hier entstanden sind.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0