Wohnhaus
Blumenthalstraße 23 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1139 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Blumenthalstraße 23, 50670 Köln |
| Baujahr | 1906 bis 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.10.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Objekt ist ein zwischen 1906 und 1912 errichtetes, dreiachsiges Wohnhaus mit fünfeinhalb Geschossen. Die Hauptgliederungselemente der Fassade sind - in der Mittelachse - ein massiver, bis zum dritten Obergeschoß reichender Vorbau mit aufgesetztem Balkon zum Dachgeschoß, der darüber ansetzende, auf die rechte Hausachse übergreifende, geschweifte Ziergiebel mit ovalem Blendfenster sowie - in der linken Achse - ein vom zweiten bis zum dritten Obergeschoß reichender Erker.
Im Unterschied zu den rechteckigen Fenstern der Obergeschosse und des Souterrains ist das Hochparterre mit Arkadenfenstern ausgestattet, die jeweils durch korbbogenförmige Gewände zusammengefaßt sind. In der rechten Achse sind die Hauseingänge zum Souterrain und Hochparterre, erreichbar über eine gegenläufige Treppe, untergebracht. Die schmiedeeisernen Treppengeländer, Fenstervergitterungen und Gitter der Vorgartenmauer sind in weitgehend originalem Zustand, ebenso die Mehrzahl der Fensterteilungen.
Die Eingangshalle mit Marmorfußboden, Marmorwänden bis etwa 2,30 m Höhe, zwei Marmorbänken beidseitig eines Marmorbekkens auf der linken Seite und zwei Spiegeln auf der rechten Seite ist einschließlich der mit Messingblech beschlagenen Haustüre in originaler Form erhalten. Das Treppenhaus mit Treppe und Antrittspfosten in Marmor, dem Eisengeländer mit Holzlauf, der dreifarbigen Marmorwandverkleidung und darauf abgestimmten Türgewänden, den originalen Wohnungsabschlüssen mit zum Teil aus farbigem Glas bestehenden Oberlichtern, den originalen Flurfenstern und einem von einer Metallplatte verdeckten, in die Wand eingelassenen Wasserbecken (Zwischenpodest zum dritten Obergeschoß) stellt eine in sich geschlossene Einheit dar. Die Fenster zum Innenhof sind überwiegend in Buntglas gefaßt.
In der Wohnung des ersten Obergeschosses sind mehrere Stuckdecken, der Mosaikboden in der Diele, die Fußboden- und Wandkacheln in der Küche, ein originaler Waschtisch, die Paneele im Dielen- und Flurbereich sowie die Zimmertüren erhaltenswert.
Die Rückfront des Hauses ist in Stuck mit waagerechtem Fugenschnitt ausgeführt und mit den hofseitigen Fensterteilungen und Balkongittern in ursprünglichem Zustand.
Der kunsthistorische Wert des im neoklassizistischen Stil errichteten Hauses liegt vor allem in der repräsentativen und qualitätvollen Innenausstattung, die in nahezu unversehrter Form erhalten ist. Mit den benachbarten Häusern Nr. 11,13,15,17,19,21,23 und 25 sowie mit der originalen Bebauung der gegenüber liegenden Straßenseite (Nr. 20,22,24,26,28 und 30) bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble.
Dokument für die originale Bebauung der Blumenthalstraße, die im Rahmen des ab 1881 von H.J. Stübben ausgeführten Neustadtplans in diesem repräsentativen Zuschnitt (mit Vorgärten auf beiden Straßenseiten) entstanden und charakteristisch für das sogenannte Gerichtsviertel ist.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0