Wohnhaus
Teutoburger Straße 16 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1211 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Teutoburger Straße 16, 50678 Köln |
| Baujahr | um 1904 bis 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.12.1982 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Objekt ist ein um 1904/05 errichtetes Wohnhaus mit vier Geschossen (und einem Giebelgeschoß) und drei Achsen. Bei der sparsam verzierten Stuckfassade bilden der mächtige, spitzwinkelige Ziergiebel mit Voluten sowie die ab erstem Obergeschoß als Erker gestaltete Mittelachse mit Balkonen im dritten und vierten Obergeschoß die dominierenden Elemente. Die Rundbogenform der Fenster im Erdgeschoß wird im dritten Obergeschoß durch Segmentbogenfenster wiederholt; die dadurch gegebene, horizontale Gliederung wirkt ausgleichend auf die Vertikaltendenz der Mittelachse. Die Fensterteilungen sind original, ebenso die Balkongitter (Mittelachse drittes Obergeschoß, rechte Seitenachse erstes und zweites Obergeschoß).
Im Inneren sind der vordere Teil des Flurs (mit flachem Gewölbe und gurtartigen, ornamentierten Stuckgliederungen sowie einem Figurenfries - Wassergötter - unter dem Gewölbeansatz), die originalen Flurfenster, die Terrazzotreppe (mit rotweißschwarzem Ornament auf den Podesten) und zwei Stuckdecken (mit geometrischen bzw. floralen Jugendstil-Motiven) in der Wohnung im zweiten Obergeschoß vorne in ursprünglicher Form erhalten.
Der kunsthistorische Wert des im Jugendstil errichteten Hauses zeigt sich besonders in der harmonischen, ruhigen Fassadengestaltung sowie dem ornamentalen Reichtum im vorderen Teil des Flurs. Das Objekt ist Teil eines städtebaulichen Ensembles, das von der nahezu lückenlosen, originalen Jugendstil-Bebauung beidseitig der Teutoburger Straße gebildet wird. Repräsentant hochherrschaftliche Bauweise, wie sie für den südlichen Teil der Neustadt (zwischen Bonner Straße und Rhein) von H.J. Stübben ursprünglich geplant war.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0