Kirche St. Maria Himmelfahrt

Schnellweider Straße 2 · Holweide

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1459
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungKirche St. Maria Himmelfahrt
Adresse Schnellweider Straße 2, 51067 Köln
Baujahr1926 bis 1927
Eigentumkirchliches Eigentum
Eingetragen seit 14.04.1983
Stadtteil Holweide

Die katholische Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt entstand 1926/27 nach Plänen von Stephan Mattar als dreischiffige Basilika mit Querhaus, halbkreisförmiger Apsis, seitlich dem Querhaus angefügtem Vierkantturm und westwerk-artigem Vorbau an der Eingangsseite. Alle Fassaden sind mit Klinkersteinen verkleidet, häufig finden sich ornamentale Verarbeitungen. Zusätzlicher Schmuck wird durch die Verwendung von Werkstein für Säulen, Gesimse u.ä. gewonnen.

Im Inneren ist das Hauptschiff flach gedeckt über kräftigen Balkenlagen. Seitenschiffe und Chorraum zeigen verschiedene Wölbungsarten. In den späten siebziger Jahren erhielt das Innere eine kräftige Farbfassung, die dem Stil der Kirche, der als "romanisierender Expressionismus" bezeichnet werden kann, gerecht zu werden versucht (Helmut Lang, Fa. Müller / Bonn). An Kunstwerken sind die Madonna von 1954/55, der Kreuzweg aus Bronze (1958) und die Joseph-Statue (1959) von Wilhelm Tophinke zu nennen.

Die Kirche ist ein hervorragendes Beispiel für den Sakralbau des späten Historismus der zwanziger Jahre im Kölner Erzbistum. Er wird hier von einem der ideenreichsten Architekten Kölns kombiniert mit den Stilformen des Expressionismus. Ergebnis ist ein detailreiches Bauwerk von hoher architektonischer Qualität. In dieser spezifischen Ausgestaltung besitzt die Kirche in Köln keine Parallele. Die Ausstattung der Nachkriegszeit hat sich einfühlsam dem Charakter des Bauwerks angepaßt.

St. Mariä Himmelfahrt ersetzt eine kleine Notkirche von 1898, die für das schnell sich besiedelnde Gebiet des späteren Holweide von Merheim, St. Gereon, abgezweigt wurde. 1910 eigene Pfarre, im gleichen Jahr wie die Vereinigung der alten Ortschaften unter dem Namen "Holweide", kam sie 1914 mit Mülheim in das Stadtgebiet von Köln. 1926/27 markierte der Neubau anschaulich die neue Ortsmitte.

Für den langen Straßenzug der Bergisch-Gladbacher Straße bedeutet aus der Fernsicht der massige Kirchturm einen wichtigen Blickpunkt. Im näheren Umkreis vermag das differenziert gestaltete Kirchengebäude, dank seiner Lage an der Kreuzung von vier Straßen, seine heterogene Umgebung gestalterisch zu beeinflussen.

Die Unterschutzstellung bezieht sich auf das Bauwerk und seine feste und bewegliche Ausstattung, deren Auflistung zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen wird.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0