Wohnhaus

Simon-Meister-Straße 17 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_1529
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Simon-Meister-Straße 17, 50733 Köln
Baujahrum 1880
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 06.06.1983
Stadtteil Nippes

Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Nippes, da es den Ausbauprozeß dieses Stadtviertels dokumentiert. Die durch die Firmengründung bedingte Bebauung westlich der Neusser Straße setzt um die Jahrhundertwende ein. In diesem Gebiet entstanden zwischen 1900 - 1910 Wohnbauten für Mieter unterschiedlicher Wohnansprüche.

Das zweigeschossige Wohnhaus (mit Mansardgeschoß) wurde um 1900 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige, symmetrische, glatt gequaderte Fassade mit schlichtem Fensterstuckdekor. Ein hochrechteckiger Eingang in der Mitte des Erdgeschosses ist durch ein flaches, breites Putzband (Fortsetzung eines niedrigen Sockels) eingerahmt. Je ein rechteckiges Fenster links und rechts sind mit Flachputzfeldern und Gewänden verziert. Eine Gurtgesimsandeutung trennt das Erdgeschoß vom Obergeschoß, wobei drei gleiche, rechteckige Fenster mit Gewänden, schmalen Umrahmungen, profilierten Fensterbänken und -brüstungsreliefs (Flammen-Motiv) die schlichte Gliederung des Erdgeschosses wiederholen. Das mittlere Fenster ist durch ein Fenstergesims bekrönt, wodurch die Betonung der Mittelachse durch den Eingang weitergeführt wird. Ein Giebelansatz mit zwei Fenstern wandelt die Mittelachsenzone in einen optischen Risalit um, der mit einem "Kranzgesims" abgeschlossen ist. Je eine hochrechteckige Dachgaube mit ädikula-ähnlicher Zierumrahmung öffnen das steile Mansarddach.

Städtebaulich stellt das o.g. Haus das einzige repräsentativ wirkende Gebäude dieses Abschnitts der Simon-Meister-Straße dar, die als eine kleine Nebenstraße mehr durch kleine Häuser mit Gewerbeanbauten in Höfen (z.B. Nr. 10,14,16) bzw. bescheiden gestaltete Miethäuser (Nr. 25) geprägt ist. Dieses Kontrastverhältnis steigert den ästhetischen und dokumentarischen Wert des Hauses.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0