Wohnhaus
Engelbertstraße 65 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1867 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Engelbertstraße 65, 50674 Köln |
| Baujahr | um 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.11.1983 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des westlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von H.J. Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Ring und den preußischen Befestigungsanlagen Miet- und Geschäftshäuser für die Bewohner mit mittleren bis gehobenen Wohnansprüchen entstehen.
Das viergeschossige Haus mit Toreinfahrt und Souterrain wurde um 1895 errichtet. Es zeigt eine dreiachsige Fassade aus Backstein mit Stuckgliederung und eher sparsamem Stuckdekor in teilweise gotisierenden Formen. Ein Erker (erstes und zweites Obergeschoß) und eine Verdoppelung der Öffnungen im Erdgeschoß betonen die Eingangsachse (dritte Achse), das Erdgeschoß mit dem Souterrain bilden eine Sockelzone des dreiteiligen Fassadenaufrisses.
Das Haus stellt eine ins Großstädtische entwickelte Variante des ehemals für Köln charakteristischen Dreifensterhauses dar: Der ursprünglich L-förmige Grundriß ist in einen Hoftrakt mit Lichtschacht angewachsen und nutzt damit maximal das Grundstück aus.
Im Hausinneren sind erhaltenswürdig: Marmorplattenfußboden und Kappengewölbe mit Stuckdekor im Hausflur, Terrazzotreppe mit Holzgeländer und breite, verglaste Wohnungstüre im Treppenhaus; original erhaltene Grundrißstruktur der großbürgerlich konzipierten Wohnungseinheiten.
Mit den Häusern Nr. 55, 57 und 63 bildet das Objekt ein städtebauliches Ensemble der gründerzeitlichen Bebauung, die durch historisierende - jedoch individuell unterschiedlich gestaltete - Fassaden ein repräsentatives Erscheinungsbild aufweist, das jedoch standesmäßig nüchterner ausfällt als das des parallel zur Engelbertstraße verlaufenden Rings.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0