Pfarrgebäude
Simarplatz 7 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_1891 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Pfarrgebäude |
| Adresse | Simarplatz 7, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1900 |
| Eigentum | kirchliches Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.11.1983 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
Die um 1901 errichteten, einander konzeptionell zugehörigen Gebäude Simarplatz 7 und 8 (Pfarrhaus und ehemaliges Kaplanat der katholischen Kirchengemeinde St. Peter) sind bedeutend für die Geschichte der Menschen in Ehrenfeld. Als Teile der Erstbebauung des einstigen "Subbelrath", schließlich vom älteren Ehrenfeld namentlich als "Neuehrenfeld" abgesetzt, dokumentieren sie anschaulich die fortschreitende, durch die industrielle Entwicklung und die damit verbundene, immense Bevölkerungszuwachs bedingte Erschließung des Kölner Vororts noch in den beiden Jahrzehnten um die Jahrhundertwende. Als Ausgangspunkte sowie optische und geistige Bezugspunkte wurden zunächst Kirchengebäude errichtet. Mit der in neugotischem Stil errichteten, neugotischen St. Peters-Kirche 1899 - 1900 an der Subbelrather Straße begann der Ausbau des Simarplatzes, der unmittelbar angrenzenden Hauptstraße und der benachbarten Straßenzüge bis zum ersten Weltkrieg. In diesem Zusammenhang nicht unerwähnt bleiben sollen die im Garten der Gebäude noch übernommenen Obstbäume, offenbar Reste der von A. Schlösser im vorigen Jahrhundert betriebenen Plantagen.
Trotz der 1965 erfolgten Umbauten im Inneren der Gebäude und der Neugestaltung des zweiten Obergeschosses haben beide Häuser innen wie außen in erheblichem Maß ihre originale Substanz bewahrt.
Im Erd- und ersten Obergeschoß der insgesamt drei Geschosse umfassenden Gebäude weisen Pfarrhaus und ehemaliges Kaplan-Amt eine originale Backsteinfassade auf, die durch einen ebenfalls in Backstein gehaltenen Reliefdekor charakterisiert ist. Durch Form und Größe der Fenster und der Hauseingänge ist das Pfarrhaus gegenüber dem Kaplanatsgebäude abgesetzt und in seiner Bedeutung hervorgehoben. Das gleiche gilt für die in beiden Häusern noch original erhaltenen Hauseingangstüren mit Schnitzwerk und Schmiedeeisengitter sowie die Breitenausmaße der Häuser und ebenso die Innengestaltung. Neben den in mehreren Farben und abwechslungsreichem Dekor gestalteten Fußbodenfliesen sind insbesondere die originalen Treppenhäuser mit gedrechselten Geländern und Antrittspfosten ebenso wie die (in Haus Nr. 7) in einigen Räumen übernommenen, schlicht mit Hohlkehle und Profilierung gestalteten Stuckdecken hervorzuheben.
Neben Haus Simarplatz 14 (von 1899) sind die Gebäude Zeugnisse der frühesten Bauphase im Bereich um St. Peter. Zusammen mit der übrigen, originalen Bebauung des Platzes und der angrenzenden Straßen sind sie auch aus städtebaulicher Sicht von besonderem Wert. Die Unterschutzstellung ist daher unter denkmalpflegerischen Aspekten unverzichtbar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0