Wohnhaus
Fridolinstraße 46 · Neuehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2000 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Fridolinstraße 46, 50825 Köln |
| Baujahr | um 1912 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 12.01.1984 |
| Stadtteil | Neuehrenfeld |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Neuehrenfeld, da es die Erstbebauung dieses Stadtteils dokumentiert. Dieser Stadtteil wurde von Ehrenfeld aus, das 1879 die Stadtrechte erhielt, gegründet, wobei es vom Norden her (Landmannstraße, Lenauplatz) und vom Süden her (Ottostraße, Eichendorffstraße) erschlossen wurde. Backsteinkirchen in neugotischem Stil, St. Anna in der Ottostraße, St. Peter am Simarplatz, bildeten Beziehungspunkte der Wohnbesiedlung. Der Norden (Takuplatz) wurde von Genossenschaften (z.B. Ehrenfelder Wohnungsgesellschaft) besiedelt. Das Haus Fridolinstraße 46 liegt im Ensemblebereich Neuehrenfelds jenseits des Parkgürtels.
Das circa 1912 erbaute, dreigeschossige Wohnhaus mit vier Achsen wurde leider außen neu verputzt, so daß nur noch die streng axiale Grundstruktur des Hauses mit viergeschossigem, zweiachsigen Mittelerker erhalten ist. Der breite Zwerchgiebel im Dachgeschoß mit über dem Erker aufgesetzten Balkon besitzt ein klassizistisch flach geneigtes Satteldach.
Denkmalwürdig ist der originale, repräsentativ-harmonische Innenausbau des Hauses, der sich bereits in der dekorativen Haustüre mit darüber liegenden Buntglasfenstern dokumentiert. Im Eingang ist der ornamentierte Terrazzoboden mit den Wandfliesen und darüber in Querbändern unterteilten Wand- und Deckenstuck als originaler Raum erhalten geblieben, von dem die Terrazzotreppe mit Holzgeländer zu den Wohnungen mit originalen Wohnungstüren des späten Jugendstils und entsprechenden Zimmertüren führt (Linkrusta Wandverkleidung, Buntglasfenster im Treppenhaus). Der Innenausbau ist einschließlich des Deckenstucks original erhalten. Dieses Haus ist somit ein seltenes Beispiel eines vollständig erhaltenen, qualitätvollen Innenausbaus und deshalb unbedingt denkmalschutzwürdig.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0