Wohnhaus
Worringer Straße 21 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2912 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Worringer Straße 21, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 29.03.1985 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist bedeutend für die Geschichte der Menschen in Köln, da es die Erstbebauung des nördlichen Gebiets des ehemaligen Rayongeländes und somit die Entstehungsgeschichte der Neustadt dokumentiert. Die Bebauung nach dem von Hermann-Joseph Stübben 1881 erstellten Erweiterungsplan erfolgte in mehreren Phasen und ließ zwischen dem Thürmchenswall und den preußischen Befestigungsanlagen ein Netz von Straßen mit jeweils unterschiedlicher sozialer Bestimmung entstehen. In der Worringer Straße entstanden v. a. Wohn- und Geschäftshäuser für Bewohner mit gehobenen Wohnansprüchen.
Die 2geschossige Halbvilla mit einem Giebel- und einem Sockelgeschoß Worringer Straße 21 wurde um 1908 errichtet. Sie zeigt eine 2achsige Putzfassade mit Stuckgliederung, einem vorkragenden Giebel des Schopfwalmdaches und einem polygonalen Eckaltan. Ein Stuckrelief sowie ein Kassettenfries des Giebelbogens zieren die sonst dekorarme Hauptfassade. Die Seitenfassade zeigt eine unregelmäßige Achsenverteilung (fünf bis sechs Achsen) mit einem langen Balkon mir Holzbrüstung und je einem ädikulaähnlichen Erkerabschluß aus Holz. Vier Dachgauben, zwei Zierschornsteine, sprossengegliederte Fenster sowie die originale Haustür ergänzen die stilistische Mischform der Fassadengestaltungen. Einflüsse des Heimatstils (Schopfwalmdach, Holzbrüstung), der Neorenaissance (Stuckgliederung, Kassettenfries) sowie des Jugendstils (Schornsteine, Asymmetrie der Achsenverteilung) kommen im äußeren Erscheinungsbild des o. g. Objekts zum Vorschein. In der Anlage originale Einfriedung sowie der Altananbau mit Terrasse an der Rückfassade betonen den vornehmen Charakter des o. g. Objekts. Im Hausinnern ist der Parkettfußboden in den Wohnräumen erhaltungswürdig. Zusammen mit der anderen Halbvilla Nr. 19 bildet das o. g. Objekt einen integralen Bestandteil der Villenbebauung der Worringer Straße. Das städtebauliche Ensemble mit repräsentativen, individuell ausgestalteten Bauten (Worringer Straße 19, 21, 23, 10, 12, 14, 28, 30; Oppenheimstr. 11, 16, 18; Mevissenstraße 15, 6 - 12 sowie Konrad-Adenauer-Ufer 101) vermittelt als Relikt das ursprüngliche Erscheinungsbild dieser Gegend.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0