Wohnhaus
Oberländer Ufer 184 · Marienburg
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2790 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Oberländer Ufer 184, 50968 Köln |
| Baujahr | um 1908 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 27.12.1984 |
| Stadtteil | Marienburg |
Innerhalb des Stadtbezirks 2 (Rodenkirchen) besitzt der Ortsteil Marienburg den Charakter einer Villenkolonie, die sich seit 1870, aber vor allem nach der Jahrhundertwende bis zu Beginn der 30er Jahre zu einem exklusiven Wohnort Kölns entwickelte. Namhafte Architekten schufen hier Villen von besonders hohem künstlerischem Wert. Durch Zerstörung im Zweiten Weltkrieg und teilweise in Verkennung der Wohnqualität dieses Viertels nach 1945 wurde der historische Baubestand erheblich geschmälert, was auch für die Rheinuferzone, so auch für das Oberländer Ufer zutrifft.
Bei dem Bauwerk Oberländer Ufer 184 handelt es sich um den rechten Gebäudeteil einer insgesamt zehn Achsen großen, dreigeschossigen Doppelvilla. Die von dem Architekten Franz Brantzky (1871 - 1945) entworfene Villa stellt einen der markantesten Blickpunkte der Uferstraße dar. Das rheinwärtsgewandte, unverdeckte Gebäude bestimmt wesentlich in seiner Erscheinung das Panorama des Oberländer Ufers. Durch die Zusammenfassung der zwei Häuser unter einem Dach, die spiegelgleiche Ausbildung der Fassade wird die Wirkung eines palaisartigen Baus erzielt. Die Gebäudemitte beherrschen fünf über die Stockwerke gehende Pfeiler, die von Putten bekrönt sind. Halbrunde Altane betonen jeweils die Hausseiten. Zwischen diese spannt sich im EG ein mit Balustrade versehener Balkon als ein die Fassade zusammenfassendes Bauelement. Das ausgeglichene Verhältnis von betonter Mitte und klarer Geschoßgliederung, von großzügiger Bauform und Schmuckreichtum (Gesimse, Fenster- und Türgewände, Balkonbrüstung, Figuren) sowie die Wahl von edlem Baumaterial (Hauptfassade: Sandstein; Fenster- und Türgewände, Balustraden: Tuff; Verkleidung der Fensterbänke, Fußböden, Treppen und Wände im Hausinnern: verschiedene Marmorsorten) kennzeichnen die Villa als stattliches Bauwerk. Die weitgehend erhaltene Raumstruktur und noch teilweise vorhandene originale Innenausstattung vervollkommnen die ästhetische Einheit der Villa Nr. 184, die Repräsentationsanspruch und Wohnkultur großbrügerlicher Lebensweise verkörpert.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0