Wohnhaus

Gocher Straße 17 · Nippes

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_2909
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Gocher Straße 17, 50733 Köln
Baujahr1910 bis 1914
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 25.03.1985
Stadtteil Nippes

Das Haus ist ein orts- und baugeschichtliches Zeugnis von Nippes. Es dokumentiert in seiner Erscheinung die Bebauung der Gocher Straße, einer der Kernstraßen dieses Vororts, im Jahre 1911.

Der inschriftlich mit dieser Jahreszahl (1911) datierte, von dem Architekten Hermann Becker entworfene Bau weist sich als ein 3achsig es, 3geschossiges, mit Giebelgeschoß ausgestattetes und mit einem Seitenhaus versehenes Wohnhaus aus. Von denkmalspflegerischer Bedeutung ist seine baukünstlerische Gestaltung und Innenausstattung. Die Straßenfront des Hauses zeigt eine Putzfassade mit Stuckgliederung. Ihr asymmetrischer Aufbau - Erker/Giebel/Seitenerker mit Nebenaufsatz - ist der deutschen Renaissance verpflichtet, während die Schmuckelemente der Fensterbrüstungen, Friese sowie Mauerflächen am Erker vom Jugendstil und Neuklassizismus geprägt sind. Die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung wird betont durch original erhaltene Fenster, Rolläden (EG) und Kellerfenstergitter. Original erhalten sind die Hausmauer mit Pfosten und Eisengitter sowie der schmiedeeiserne Trennzaun. Die Hoffassade wird durch Wintergarten (EG), verglaste Balkone und schmale, mit Balustrade versehene, Eckbalkone gegliedert. Im Hausinnern sind von der originalen Einrichtung verhanden: Marmorausstattung (Differenzstufen, z. T. erhaltener Wandsockel) im Eingangsbereich; Terrazzotreppe mit gedrechseltem Geländer; Wohnungstüren, Kellertür; in den Wohnungen: Stuckdecken; Zimmertüren; Kachelsockel in den Küchen; Parkettfußboden/EG und Pitchpine-Dielenboden/OG. Mit den Wohnhäusern Nr. 19, 21 und 23 bildet das Haus ein fast zeitgleiches Gebäudeensemble, das in seiner Vielgestaltigkeit ein anschauliches Beispiel der Baukunst Anfang des 20. Jh. darstellt.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0