Wohnhaus
Schnellweider Straße 48 · Holweide
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2910 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Schnellweider Straße 48, 51067 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 25.03.1985 |
| Stadtteil | Holweide |
Als kurz nach der Jh.-Wende erbauter repräsentativer Einzelbau innerhalb der Fluchtlinienpläne des Dorfes Schnellweide ist das Gebäude historisches Dokument der Siedlungsverdichtung im Landkreis Mülheim und damit bedeutend für die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner. Das Wohnhaus hat eine für diese noch ländliche Siedlung schon städtisch-anspruchsvolle Fassadengestaltung aufzuweisen und ist damit architektur- und kunstgeschichtlich von Belang. Parzellengröße und Höhe des Gebäudes stechen von den kleineren (vorwiegend für Eisenbahnbedienstete gebauten) Wohnhäusern ab und machen so die städtebauliche Entwicklung erfahrbar, die noch nicht auf einem einheitlichen Konzept beruhte wie in der benachbarten Großstadt Köln. Ausschlaggebend für die ästhetische Wirkung des Gebäudes ist die Gestaltung der 3geschossigen, 2achsigen Stuckfassade, an der alle originalen Fenster mit ihrer interessanten Sprossenteilung erhalten sind. Über dem Sockelgeschoß mit stilisierter Rustika betonen als neubarocke Ornamentzitate geschwungene, mit Kartuschen verzierte Fensterverdachungen die Hauptwohnetage. Bis zum Dachgesims ist die Fassade von angedeuteten Lisenen flankiert und durch flache Gurtbänder rhythmisiert. An der rückwärtigen Backsteinfassade ist ein großer 2geschossiger und 2achsiger Anbau erhalten; im Innern der originale Vestibülfußboden, die Holztreppe und etliche Wohnungs- und Zimmertüren. Auch die originale Haustür ist erhalten und wird wieder eingebaut. Innerhalb der spätgründerzeitlichen Besiedlung der alten dörflichen Ortsstruktur durch Industriearbeiter von Kalk und Mülheim sowie durch Eisenbahner, die jeweils auch eine Kleinlandwirtschaft betrieben, stellt das Haus einen Markstein und einen städtebaulichen Blickfang in der Entwicklung Holweides zur Vorstadt Kölns dar.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0