Wohnhaus
Worringer Straße 10 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_2914 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Worringer Straße 10, 50668 Köln |
| Baujahr | um 1904 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 01.04.1985 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Die Villa Worringer Straße 10 ist ein baugeschichtliches Denkmal der Kölner Neustadt. Im Zeitalter der Industrialisierung erlebte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Dichte der Bevölkerung nahm sprunghaft innerhalb des alten Stadtgebiets zu. Die Erweiterung der Stadt geschah 1880 mit Gründung der Neustadt auf dem Geländer der niedergelegten mittelalterlichen Befestigung nach Plänen des Stadtbaumeisters Hermann-Joseph Stübben; sie gilt als die bedeutendste Stadtplanung des 19. Jh. im Rheinland. Das Neustadt-Ensemble wurde im Zweiten Weltkrieg sehr geschädigt und am Anfang des Wiederaufbaus, in Verkennung seines besonderen Werts, nachhaltig verändert. Die Villa Nr. 10 gehört zum Restbestand der Erstbebauung in der Worringer Straße, die nach Festlegung der Fluchtlinienpläne um 1890 angelegt worden war. Ausgeführt als Halbvilla, korrespondiert der Bau mit dem Nachbarhaus Nr. 1 in Höhe, Proportionen und Fassadenelementen, wodurch sich ein repräsentativer Gebäudekomplex ergibt. Dieser vermittelt mit den Bauten Nr. 19, 21, 23, 14, 28 und 30 das vornehme Erscheinungsbild einer Villenstraße im nördlichen Neustadt-Viertel.
Die 2achsige, 2geschossige, mit Souterrain und Giebelgeschoß versehene Villa ist vom Bürgersteig durch einen schmalen Vorgarten mit originalem Gitter getrennt. Sie weist eine Putzfassade mit Werksteingliederung auf, die ihre Gestaltung durch einen Seitenrisalit erfährt, der von einem Parterreerker mit aufgesetztem Balkon sowie einem Knickgiebel betont wird. Die ästhetische Einheit der Fassade vervollkommnen die teilweise original erhaltenen Fenster und die Fenstergitter im Souterrain. Die Rückfront ist durch Balkone mit Gitter gegliedert. Sie trägt im zweiten Geschoß die Inschrift mit dem Baudatum (1904). Im Hausinnern zeugen von der originalen Inneneinrichtung: im ersten/zweiten Geschoß Stuckdecken, Parkettböden, Zimmer- und Wohnungstüren; im zweiten Geschoß und besonders zu erwähnen: Bibliothekszimmer mit Regaleinbau und Marmorkamin; Auskleidung des Bades (Wand, Wanne, Fußboden) in Marmor; Fußböden im Flur (Fliesen) und Küche (Terrazzo). Marmorausstattung des Hausflurs und Holztreppe mit Balustergeländer.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0