Wohnhaus

Mainzer Straße 58 · Neustadt/Süd

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_3054
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Mainzer Straße 58, 50678 Köln
Baujahr1903 bis 1906
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 22.07.1985
Stadtteil Neustadt/Süd

Das Haus ist ein regional- und baugeschichtliches Zeugnis der Kölner Neustadt. Es dokumentiert in seiner Erscheinung die ursprüngliche, ziemlich einheitlich um 1903 bis 1906 erfolgte Bebauung der Mainzer Straße. Es weist sich als 3achsiges, 4geschossiges, mit Giebelgeschoß versehenes Wohnhaus aus, das hofwärts ein Seitenhaus besitzt. Vom Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses mit L-förmigen Grundriß. Die Straßenseite des Baus ist als Putzfassade mit Stuckgliederung, die Rückseite in Ziegelsichtmauerwerk aus gelbem Backstein gehalten. Ein über die OGs reichender Erker mit Balkonaufsatz und Giebelbekrönung gliedert die Straßenfassade symmetrisch. Die dritte Hausachse wird durch Balkone betont. Florale Jugendstilornamente zieren Fensterbrüstungsfelder, Giebelbogen, Traufgesimsfries und Haustürgewände, Haustür, Fenster und Balkongitter - original erhalten - vermitteln die ästhetische Einheit der Fassadengestaltung. Im Hausinnern sich von der originalen Einrichtung vorhanden: Marmoraustattung (Wandsokkel, Fußboden, Treppe), Wand- und Deckenstuck, schmiedeeisernes Treppengeländer im Eingangsbereich, Kellertreppe aus Terrazzo mit gedrechseltem Holzgeländer; Terrazzotreppe mit gedrechsletem Holzgeländer und Antrittsstock, z. T. Fenster und Wohnungstüren im Treppenaufgang; Stuckdecken, Zimmertüren, Parkettböden, geflieste Küchen u. a. in den Wohnungen. Mit dem Nachbargebäude Nr. 60 stimmt das Haus in Proportion, Höhe, Fassadengestaltung und Dekorformen bis auf wenige Abweichungen überein. Beide Häuser bilden ein Bauensemble, das in seiner einheitlichen Wirkung im Straßenbild hervortritt. Städtebaulich ist es als wichtiges Verbindungsglied zu den Altbauten Nr. 66 und 68 zu werten.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0