Wohnhaus
Von-Sparr-Straße 5 · Mülheim
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3067 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Von-Sparr-Straße 5, 51063 Köln |
| Baujahr | um 1905 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.07.1985 |
| Stadtteil | Mülheim |
Das um 1905 erbaute 4geschossige Mietwohnhaus ist ein bedeutendes Zeugnis für bürgerliches Selbstverständinis und ästhetische Vorstellungen innerhalb der aufstreben, von Köln noch unabhängigen Stadt Mülheim und damit bedeutend für die Geschichte des Ortes und seiner Bewohner; das Haus zeigt eine typische Ausprägung des im Köln der Nachkriegszeit selten gewordenen Jugendstildekors. V. a. ist die kunsthistorische Bedeutung der Fassadengestaltung, die eine Erhaltung und Unterschutzstellung rechtfertigt. Die 4geschossige, 3achsige flache Putz- und Stuckfassade spielt über einem nur 2achsigen, durch schlichte Quadernachahmung gegliederten Sockelgeschoß eine große Ornamentvielfalt aus, in der dem Jugendstil anverwandte stilistische Rückgriffe auf Elemente es Klassizismus, des Biedermeier (Rahmenformen) und Symbolismus (Masken) zusammenfließen. Mehr durch graphische als durch plastische Mittel werden, innerhalb von Rauhputzfelder, die Fenster des 1. und 2. Hauptgeschosses zusammengefaßt, wird in der linken (breiteren) Fensterachse ein bis zum glockenförmig abgeschlossenen Ziergiebel reichender risalitartiger Erker suggeriert. Die gesamte Fassade ist in ihrer originalen, asymmetrischen Durchgestaltung eine durchaus typische Leistung des Kölner Jugendstils. Außer im EG sind fast alle originalen Fenster erhalten, im Innern der alte Terrazzofußboden, die originale Holztreppe und etliche alte Wohnungstüren. Die städtebauliche Situation zeigt das Haus angebunden an das benachbarte (denkmalgeschützte) Eckhaus (Nr. 3) zur Hacketäuerstraße, gegenüber dessen plastischer Zitatenfreude aus der Baugeschichte (datiert 1903) es einen stilgeschichtlichen Fortschritt markiert und mit dem zusammen es die historische Eingangssituation der Straße erlebbar macht.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0