Wohnhaus
Volksgartenstraße 40 · Neustadt/Süd
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3264 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Volksgartenstraße 40, 50677 Köln |
| Baujahr | 1897 bis 1898 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.10.1985 |
| Stadtteil | Neustadt/Süd |
Das Haus ist bedeutend für die Stadt- und Siedlungsgeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauung der Volksgartenstraße am Ende des 19. Jh. Diese in der südlichen Kölner Neustadt gelegene Alleestraße wurde nach 1887 ausgebaut. Die Neustadt, 1880 nach Plänen von Hermann-Joseph Stübben gegründet, gilt als die bedeutendste Stadtanlage des 19. Jh. im Rheinland. Sie umfaßt sozial unterschiedlich strukturierte Viertel. So präsentiert das Gebäude Volksgartenstraße 40 den Baustil des südlichen Villenviertels.
Es weist sich als der rechtsseitige, 2geschossige, mit Souterrain und Giebelgeschoß versehene Teil eines Doppelgebäudes aus. Dieser als Halbvilla zu bezeichnende Teil ist von Vor- und Hofgarten umgeben, im Hofgarten steht noch ein im Baustil der Villa gehaltenes Nebengebäude.
Die Fassaden der Villa verdeutlichen als konstruktiver Kern des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßhöhe und -gliederung sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist nun ihre künstlerische Gestaltung und die dem gehobenen Anspruch angepaßte Ausstattung. Als gliedernde und ordnende Gestaltungselemente an den mit Stuckgliederung ausgestalteten Putzfassaden dienen: Eckrisalit mit Giebelbekrönung und Türmchen; flacher Risalit mit Balkon sowie Altan an der Straßenfassade; profilierte Gesimse; Seitenrisalit mit Freitreppe; Risalit und Wintergarten an der Gartenseite. Architektur- und Schmuckelemente sind Stilformen der Gotik verpflichtet (Eselsrückenfenster am Eckrisalit, Maßwerkfenster am Seitrisalit, Maßwerkbrüstungen an Balkon und Altan; Maßwerkfeld am Eckrisalit; Kleeblattfries). Bildnerischer Schmuck ist ein Relief mit wappenhaltenden Löwen über der Balkontür im 1. OG. der ästhetischen Einheit der Baugestaltung dienen originale bzw. dem Original nachgearbeitete Fenster, ferner solche Originalteile wie Fenstergitter im Souterrain, schmiedeeisernes Geländer an der Freitreppe, Eingangstür einschließlich schmiedeeiserne Einzäunung des Vorgartens. Im Gebäudeinnern belegt das großzügige Treppenhaus (Marmorausstattung; umlaufende Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; Deckenstuck) die Originalausstattung.
Mit der angrenzenden Halbvilla Nr. 42 korrespondiert das Gebäude in Höhe, Proportion, Bau- und Dekorformen, wodurch beide eine eindrucksvolle Hausgruppe ergeben. Mit den Villen Nr. 34 und 36 bildet diese ein Straßenensemble von repräsentativem Charakter.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0