Wohnhaus
Gereonswall 130 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3450 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gereonswall 130, 50670 Köln |
| Baujahr | 1885 bis 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 24.02.1986 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
Das Haus ist ein Zeugnis der Orts-, Siedlungs- und Baugeschichte von Köln. In seiner Erscheinung dokumentiert es die Bebauuung des Gereonswalls auf der Neustadtseite in den Jahren 1885 bis 1895. Die Kölner Neustadt gilt als die bedeutendste Stadtgründung des 19. Jh. im Rheinland.
Es weist sich als 3achsiges, 4geschossiges Geschäftswohnhaus aus. Vom Typ gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses. Die Hausfronten verdeutlichen als konstruktiver Teil des Hauskerns dessen Proportion, Geschoßgliederung und -höhe sowie Dachaufbau. Von Bedeutung ist die baukünstlerische Gestaltung, die sich besonders in der Straßenfassade, einer Putzfassade mit Stuckgliederung, äußert. Sie besitzt einen strengen axialen Aufbau und eine Symmetrieordnung. Die Symmetrieachse wird durch einen flachen, 2fenstrigen Risalit betont. Der horizonalen Linienführung des Achsenaufbaus werden Gesimse, die die Geschoßeinteilung und den Hausabschluß markieren, entgegengesetzt. Das EG mit dem (ehem.) Ladenlokal wird durch Wandpfeiler und kräftig ausgeprägtes Gesims als Sockelgeschoß ausgewiesen. Stuckzierat in Form von Kartuschen schmückt die Fenster im 1. und 2. OG. Fenster in originaler Teilung (1. OG) existieren noch als alte Austattungsteile.
Im Hausinnern sich z. B. von der originalen Einrichung vorhanden: ornamentierter Fliesenboden, Deckenstuck im Hausflur; Holztreppe mit gedrechseltem Geländer.
Städtebaulich ist das Haus Teil eines historischen Gebäudeensembles (Nr. 128, 132), das einen wesentlichen architektonischen Akzent in der Straßenreihe am Ende des Gereonswalls setzt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0