Wohnhaus
Gilbachstraße 5 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_3613 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Gilbachstraße 5, 50672 Köln |
| Baujahr | 1889 bis 1890 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 06.06.1986 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Das Haus ist ein orts- und baugeschichtliches sowie städtebauliches Zeugnis der Kölner Neustadt. Ortsgeschichtlich dokumentiert es die ursprüngliche Bebauung der im "Westend" der Neustadt gelegenen Gilbachstraße um 1889/90. In ihrer Anlage gilt die 1881 gegründete Neustadt als die bedeutendste Stadterweiterung des 19. Jh. im Rheinland. Diese für Köln so wichtige Entwicklungsstufe veranschulicht die Gilbachstraße exemplarisch in ihrer stadtplanerischen Ausführung und mit ihren historischen Bauten.
Der Bau weist sich als 4geschossiges, 3achsiges Wohnhaus aus, dem sich hofwärts ein Seitenhaus anfügt. Baugeschichtlich gehört es in die Reihe des für Köln charakteristischen Dreifensterhauses auf L-förmigem Grundriß. Als konstruktiver Teil des Baukörpers verdeutlichen die Fassaden Proportion, Geschoßgliederung und -höhe des Hauses. Bemerkenswert ist die Gestaltung der Straßenfassde, einer Putzfassade mit Stuckgliederung, in den Formen der Renaissance. Als Ordnungs- und Gliederungsmittel treten in Erscheinung: strenge Fensteraxialität; klare Geschoßgliederung durch Gesimse; asymmetrische Ordnung, wobei die rechte Achse durch flachen Risalit, Erker mit Balkonabschluß und Balkon betont wird. Der Baudekor besteht in der kräftigen Rustizierung des Erdgeschosses, der portalartigen Fassung des Eingangs durch Pilaster und Architrav, der aufwendigen Rahmung und teilweisen Verdachung der Fenster (erstes Obergeschoß: ionische Pfeiler und Giebelbekrönung; zweites Obergeschoß: schuppenartig ornamentierte Fensterrahmung bzw. -kreuzstöcke, Konsolgesimse; drittes Obergeschoß: Ohrenrahmung und gleiche Ornamentierung der Kreuzstöcke wie im zweiten Obergeschoß). Die Hauswand erhält durch einen Rosettenfries dekorativen Abschluß. Einige Fensterrahmen sowie das Balkongitter/drittes Obergeschoß belegen als Originalteile die ursprüngliche ästhetische Einheit der Fassadengestaltung.
Städtebaulich wichtig ist das Haus als Bestandteil einer größeren Gruppe historischer Gebäude (Nr. 5 bis 15), die im Verein mit den Altbauten Nr. 27, 29 a und 18 bis 34 ein Denkmalenselble bilden, das den Charakter der Gilbachstraße maßgeblich bestimmt.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0