Wohnhaus
Kuenstraße 12 · Nippes
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_4276 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Kuenstraße 12, 50733 Köln |
| Baujahr | 1901 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 23.09.1987 |
| Stadtteil | Nippes |
Das inschriftlich 1901 datierte Mietsstockwerksgebäude besitzt eine 4 Achsen breite Stuckfassade in einem Übergangsstil zwischen Historismus und Jugendstil, der derzeit durch die farbliche Fassung stärker verunklärt wird. Die weitgehende Grundstücksausnutzung dieses spätgründerzeitlichen Gebäudes zeigt sich im Dachgeschoß, das einerseits von einem hohen, zweiachsigen Ziergiebel akzentuiert wird, dessen Mansarddach aber jeweils weitere relativ hohe seitliche Fenster zur Straße hin aufweist. Darüber wurde in jüngster Zeit ein weiteres Geschoß mit Dachfenstern belichtet. Die (erneuerte) Eingangstür im Erdeschoß ist mittig angeordnet, dies weist auf die Zweihüftigkeit des Gebäudegrundrisses hin. Dadurch wird zweifellos das Gebäude von der originalen Terrazzotreppe mit Eisengeländer wirtschaftlicher ausgenutzt. Alle Fenster wurden teilweise original ähnlich erneuert, das Innere wurde ebenfalls gänzlich neu gestaltet.
Das Haus Kuenstr. 12 ist bedeutend für die Geschichte des Stadtteils Nippes aus kunsthistorischen und städtebaulichen Gründen. Der Ortsteil Nippes liegt außerhalb der eigentlichen Umwallungsanlagen Kölns und ist erst durch das Anwachsen der Bevölkerung ab Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden. Der Ortsteil zeichnete sich vor allem durch Industrie- und Eisenbahnanlagen aus, aber auch bürgerliche Wohngegenden aus der Zeit um 1900 wurden angelegt. Die Kuenstraße gehört zu den stadtnahen, jedoch jüngeren Straßenzeilen dieses Ortsteils. Für die Nutzung und Erhaltung des Gebäudes sprechen kunsthistorische und städtebauliche Gründe.
Vor allem städtebaulich ist das o. g. Objekt schützenswert, da es als ein Teil der Erstbebauung dieser Straße zusammen mit den ebenfalls erhalten gebliebenen Gebäuden von Nr. 4 bis Nr. 28 eine fast ununterbrochene Fassadenreihe von Häusern des späten Historismus bildet.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0