Wohnhaus
Machabäerstraße 63 · Altstadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6071 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Machabäerstraße 63, 50668 Köln |
| Baujahr | 1895 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 04.06.1991 |
| Stadtteil | Altstadt/Nord |
1895 inschr. datiert; 4 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit zwei Gauben und Giebelhaus in der rechten Achse; in der rechten Achse auch zweigeschossiger Polygo
nalerker (2. und 3. OG). Backsteinfassade mit Werksteingliederungen vorwiegend in Anklängen an die Gotik, zwei Mauer
anker im Brüstungsbereich des 3. OG; Betonung der Eingangssituation. Fenster verändert, Tür original. Rückseite verputzt, Fenster verändert. Im Innern original erhalten: rot und schwarz gerahmter Terrazzoboden im Vestibül; Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben (Stäbe teilweise später ergänzt, ebenso der Antrittspfosten).
Die Machabäerstraße erhielt ihren Namen nach dem hier, in der südlichen Vorstadt Niederich, gelegenen Benediktinerinnenkloster zu den sieben makkabäischen Brüdern, das im Jahr 1803 aufgehoben wurde. Sie erstreckt sich vom Eigelstein bis zum Rheinufer. In dem bis zur Kriegszerstörung geschlossen bebauten Straßenzug haben sich nur wenige Zeugnisse der historischen Bebauung erhalten. Zu diesen gehört das Haus Nr. 63. Mit seiner qualitätvollen Fassadengestaltung, bei der man den wertvolleren Werkstein dem Stuck vorzog, bringt es den höheren Sozialstatus der damaligen Bewohner - hier, im Einzugsgebiet der Kirche St. Kunibert - noch heute deutlich zum Ausdruck. Darüberhinaus belegt es den Ausbau der Kölner Altstadt im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Anlage der Neustadt, der auch das "mittelalterliche" Köln zu einem attraktiven Wohnbereich machte. Das Gebäude wird somit zu einem unverzichtbaren Dokument der gehobeneren Altstadtbebauung und ihrer spezifischen Ausprägung.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0