Wohn- u. Geschäftshaus
Maastrichter Straße 20 · Neustadt/Nord
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6163 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohn- u. Geschäftshaus |
| Adresse | Maastrichter Straße 20, 50672 Köln |
| Baujahr | um 1887 bis 1888 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 22.08.1991 |
| Stadtteil | Neustadt/Nord |
Erbaut um 1887/88, 4 Geschosse, 3 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß mit neuerer Gaube, Balkon auf rundem Grundriß in der Mittelachse des 1. OGs (orig. schmiedeeisernes Brüstungsgitter), Backsteinfassade mit Werksteinelementen (Sohlbänke), EG weitgehend verändert, Fenster und Balkontür teilweise original, Eingangssituation teilweise original, Haustür verändert.
Die von H. J. Stübben geplante Kölner Neustadt gilt als bedeutendste Stadterweiterung des Deutschen Reiches im ausgehenden 19. Jahrhundert. Den alten Wallstraßen folgend legt sie sich, mit der Ringstraße als Kernstück, halbkreisförmig um die Altstadt. Im Zuge ihrer Anlage ab 1881 entstand westlich der Ringstraße zwischen Gladbacher- und Zülpicher Straße das sogenannte "Westend", ein gutbürgerliches Wohnviertel mit vornehmen Mietshäusern von meist reicher Fassadengestaltung. Die repräsentative Maastrichter Straße, vor der Stadterweiterung Melatener Weg, wurde im wesentlichen 1885-1890 bebaut. Das während der Hauptbebauungsphase der Maastrichter Straße errichtete Haus Nr. 20 gehört zu den wenigen hier noch erhaltenen Gebäuden der Erstbebauung. Es variiert das für Köln typische Dreifensterhaus und weist eine sparsam gegliederte Backsteinfassade auf, die im Bereich des 1. Obergeschosses durch den gerundeten Balkon mit dem reich verzierten schmiedeeisernem Gitter besonders akzentuiert wird. Hier befand sich einst das Hauptgeschoß des Hauses, die sogenannte Beletage mit den Repräsentationsräumen. Trotz einiger Veränderungen bewahrt das o. g. Gebäude die ursprüngliche Maßstäblichkeit der Bebauung und gibt noch heute Aufschluß über das historische Erscheinungsbild an der Maastrichter Straße. Auch im Hinblick hierauf wird es somit zum unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0