Wohnhaus

Gerolsteiner Straße 59 · Sülz

Baudenkmalnummer DE_05315000_A_6232
Typ Gebäude-Denkmal
BezeichnungWohnhaus
Adresse Gerolsteiner Straße 59, 50937 Köln
Baujahrum 1912
Eigentumprivates Eigentum
Eingetragen seit 16.10.1991
Stadtteil Sülz

Erbaut um 1912, 3 Geschosse und Giebelgeschoß (verändert, urspr. mit Mittelgiebel), 3 Achsen, Putzfassade mit Stuckgliederung im Stil des Neoklassizismus, segmentbogenförmig vorgewölbter überdachter Mittelerker über 2 Geschosse; Fenster erneuert, Haustür original.

Rückfront (z. T. verändert); verputzt.

Im Innern original erhalten: Grundrisse; Terrazzoboden und Marmorsockel im Vestibül, Terrazzotreppe mit gedrechseltem Holzgeländer, z. T. Wohnungs- und Zimmertüren.

Bestandteil des Denkmals ist auch der Vorgarten mit der zeitgenössischen Einfriedung.

Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Die Wohnbebauung in dem seit 1888 eingemeindeten Kölner Vorort Sülz setzte ab 1845 ein. Das o. g. Objekt entstand in der zweiten, für Sülz wesentlichen und das heutige Erscheinungsbild der Straßen immer noch prägenden Entwicklungsstufe: nach der Jahrhundertwende, als die Neustadt nahezu vollendet war und entlang der wichtigen Ausfallstraßen weitere Gebiete für stadtzentrumnahes Wohnen erschlossen wurden. Die Gerolsteiner Straße ist eine relativ spät bebaute Wohnstras- se, parallel laufend zum Sülzgürtel. Das o. g. Objekt ist integraler Bestandteil des im Teilbereich zwischen Münster- eifeler und Berrenrather Straße noch überwiegend original erhaltenen Straßenensembles und weist in Aufbau und Fassadengliederung Parallelen zu den Nachbarhäusern Nr. 61-73 auf. Sein direktes Pendant bildete ursprünglich Haus Nr. 63; der Eindruck wird durch den veränderten Giebel des o. g. Objektes heute gestört. Von besonderer Bedeutung ist das Gebäude mit seiner zurückhaltend gegliederten Fassade im Stil des Neoklassizismus schließlich auch für das Verständnis der Architekturentwicklung vom Historismus zur Moderne.

Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0