Wohnhaus
Pellenzstraße 15 · Ehrenfeld
| Baudenkmalnummer | DE_05315000_A_6425 |
|---|---|
| Typ | Gebäude-Denkmal |
| Bezeichnung | Wohnhaus |
| Adresse | Pellenzstraße 15, 50823 Köln |
| Baujahr | 1893 |
| Eigentum | privates Eigentum |
| Eingetragen seit | 16.03.1992 |
| Stadtteil | Ehrenfeld |
1893 inschr. datiert; 3 Geschosse, 4 Achsen, ausgebautes Dachgeschoß (verändert); Tordurchfahrt. Betonung der linken Achse durch erkerartige Wandvorlage und Verdoppelung der Fenster. Stuckfassade in Anklängen an die Renaissance, im 1. und 2. OG zwischen den beiden Mittelachsen je ein Wappen. Fenster weitgehend original, Tor und Haustür neueren Datums. Rückseite und seitlicher zwei- bis dreigeschossiger Anbau verputzt; Fenster teilweise original bzw. erneuert. Im Innern original erhalten: in Vestibül und Flur schwarzweißer Fliesenboden (beschädigt); Holztreppe, Holzgeländer mit gedrechselten Stäben und Antrittspfosten.
Nicht zum Denkmal gehören: die rückwärtigen Anbauten.
Das o. g. Objekt ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist, als auch wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:
Der Vorort Ehrenfeld, dessen Anfänge im wesentlichen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts liegen, gewann bis zu seiner Eingemeindung im Jahr 1888 durch industrielle Ansiedlungen rasch an Bedeutung. Die Pellenzstraße (früher Elisenstraße, Schützenstraße), an der sich das o. g. Objekt befindet, ist benannt nach Johann Karl Pellenz (1818 - 1901), der hier 1858 eine Maschinenfabrik und Eisengießerei gründete und so die Anlage und Bebauung dieses Straßenzugs verursachte. Das vierachsige, mit einer Kutscheneinfahrt ausgestattete Gebäude ist eins der wenigen noch vorhandenen Zeugnisse der historischen Bebauung. Mit seiner abwechslungsreich gegliederten Fassade und dem Wappenschmuck (Ehrenfelder und Kölner Wappen) macht es die Ansprüche und das Repräsentationsbedürfnis des Bauherrn, der seinen in eigenen Augen hohen Status auch nach außen sichtbar werden lassen wollte, deutlich faßbar. Es zeigt sich der die Ehrenfelder Wohnbebauung nach der Eingemeindung deutlich prägende Einfluß der reichen gründerzeitlichen Innenstadtarchitektur. Als Hinweis auf die sozialgeschichtliche und architektonische Entwicklung Ehrenfelds und als Beispiel für die im ausgehenden 19. Jahrhundert errichtete Bebauung und ihre stadtteilspezifische Auspägung wird das Gebäude daher zu einem unverzichtbaren Dokument.
Quelle: Denkmalliste der Stadt Köln, Lizenz: Datenlizenz Deutschland – Zero 2.0